120726KaiHarburg - Geht doch! Kai Klümper von der Hafenverwaltung HPA hat noch einmal ganz tief in den Unterlagen gewühlt und ist fündig geworden: Die ungesicherte Stolperfalle an der Kainanlage zwischen Harburger Schleuse und

Süderelbe ist doch eine Baustelle von HPA. Das hatte Klümper zunächst bestritten. „Wir arbeiten dort im Auftrag des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer und sind deshalb auch für die Einrichtung der Baustelle verantwortlich“, sagt Klümper jetzt. Der zuständige Bauleiter werde kurzfristig dafür sorgen, dass die Baustelle wieder mit Flatterband gesichert werde.

 

Klümper verrät auch, warum dort überhaupt eine Baustelle ist: „Vor Ort waren die Betonplatten abgesackt.“ HPA habe deshalb den Untergrund mit unterschiedlichen Sondierungsmaßnahmen untersucht. Die Ergebnisse würden jetzt ausgewertet. Deshalb sei die Baustelle auch vorübergehend stillgelegt worden. Bis Ende September solle der Schaden aber behoben werden.

Für alle Besucher dieses schönen Teils des Harburger Hafens bleibt es allerdings weiterhin ein Rätsel, warum für sie dort die Gefahr nicht so groß sein soll wie am Kanalplatz, der jetzt aus Sicherheitsgründen mit einem Zaun „verziert“ werden soll. Wer von den Besuchern weiß schon, dass es sich an der Schleuse um ein Hafengebiet handelt, bei dem jeder wissen muss, dass er auf eigene Gefahr herumläuft. Diesen Bereich künftig für die Öffentlichkeit ganz zu sperren, wäre wohl die allerdümmste Idee. Die Fallhöhe von Kaikante bis zur Wasseroberfläche ist dort vor allem bei Ebbe wesentlich höher als am Kanalplatz.

Bei Flut hingegen dürfen die Wassertiefe mindestens jene 4,50 Meter erreichen, die am Kanalplatz so bedrohlich sein soll. Wie heißt es doch so schön in einer Pressemitteilung des Bezirksamts Harburg? „Die Wassertiefe des Lotsekanals beträgt am Ufer 4,50 Meter und erlaubt somit kein Stehen im Wasser.“ Das erinnert an eine Vorschrift bei der Bundeswehr, nach der ein Soldat „ab einer Wassertiefe von 1,50 Meter selbstständig mit Schwimmbewegungen zu beginnen hat“. mz