120711MuehleWilhelmsburg – Wer auf der Wilhelmsburger Reichsstraße in Richtung Hamburg fährt, hat ab sofort  rechts hinter der Brücke Kornweide einen neuen Blickfang haben. Wo sich die Vier- und Marschland während der igs 2013 präsentieren, ist eine Mühle aufgebaut. Sechseinhalb Meter hoch erhebt sie sich über das Ausstellungsgelände. Es ist der Nachbau einer Feldentwässerungsmühle. Mehr als 100 davon standen einmal in den Vier- und Marschlanden. Sie waren nötig, um das Gebiet überhaupt nutzen zu können. Heute gibt es dort keine der Mühlen mehr. Pumpen erledigen die Entwässerung.
Die  Mühle auf dem igs-Gelände hat eine andere Funktion, als ihre historischen Vorbilder. Kinder sollen sich an dem Nachbau erfreuen. Die Mühle ist ein riesiges Spielgerät mit Rutschen und Klettermöglichkeit. Nach dem Ende der igs soll die gut 130.000 Euro teure Mühle, für die die EU über die Leader-Förderung 82.000 Euromit rausgetan hat, abgebaut und am Hohendeicher See wieder aufgebaut werden. Damit hätte die Gegend eine ihrer traditionellen Mühlen wieder. Mit kommt auch der Nachbau einer Königswelle, die in Mühlen die Übersetzung vom Antrieb zum Mahlwerk ist. Kinder können darauf balancieren. Auf der einen Seit ein hölzernen Nager an der Königswelle. Die ist gefärbt wie ein Hamster. Da hat man es mal nicht so genau genommen mit seiner heimischen Tierwelt.  Eine Ratte oder Wühlmaus hätte es eher getroffen. zv