120708EGLHeimfeld – Es riecht nach Urin. Auf dem Boden liegt der Müll. Pappbecher,  Pappteller, Plastiktüten, leere Ketchup-Flaschen. Der Grillplatz in Meyers Park ist einfach nur ekelig. Gleich neben dem Spielplatz haben „Besucher“ liegen

lassen, was sie nicht wieder mitnehmen wollten. Vielleicht waren sie auch einfach zu besoffen dazu. Mehrere leere Wodka-Flaschen zeugen davon, dass es nicht nur das vergnügliche Wochenendpicknick war, das hier abgehalten wurde. „Es ist einfach nur schlimm“, sagt Miriam Segler, die am Sonntag mit ihrer Tochter da war. „Wir waren beim Pony-Hof. Meine Tochter wollte noch auf den Spielplatz. Das lassen wir lieber. Was man hier sieht, ist einfach nur unterste Schublade. Ich habe auch Angst, dass auch im Spielsand Glasscherben sind.“

 

Der Unterstand selbst, vor dem zwei Grillplätze gebaut sind, macht einen jämmerlichen Eindruck. Die stabil wirkenden Grillroste sind verbogen. Große Steine liegen auf  dem Rost, so als wurde mit ihnen darauf rumgekloppt. Der Unterstand selbst ist grünlich versparkt. Überall ist Graffiti. Am Sonntag war der Platz so verdreckt, dass man ihn nicht nutzen konnte.

Meyers Park war von 1864 bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Familienbesitz. Das Areal wurde dann an die Stadt Hamburg verkauft. Heute ist Meyers Park ein Landschaftsschutz- und Erholungsgebiet. zv

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