120627SchBergMarmstorf - Überraschende Wende im Fall Schafshagenberg: Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die eine komplette Fertigstellung der kleinen Stichstraße erzwingen wollte, hat die Anwohner überraschend

zu einem Gespräch eingeladen, in der Details des geplanten Ausbaus der kleinen Stichstraße am Rand des Appelbütteler Tals geklärt werden sollen.

Das hat Bezirksamts-Sprecherin Beatrice Göhring auf Anfrage von harburg aktuell mitgeteilt. Damit könnte es eine von den Anwohner favorisierte „kleine Lösung“ geben.

 

Im vergangenen Jahr hatte der Schafshagenberg Schlagzeilen gemacht, nachdem das Bezirksamt angekündigt hatte, die Straße „endgültig herzurichten“. Aus dem holprigen Sandweg sollte eine „richtige“ Straße mit befestigtem Randstreifen entstehen. Die Anwohner wären dafür zur Kasse gebeten worden, weil sie bisher keine Anliegerbeiträge gezahlt haben.

Darauf startete eine Anwohner-Initiative ein Bürgerbegehren. Ihre Forderung: „Der Schafshagenberg 31-39 wird nicht wie von der Behörde geplant zur Straße ausgebaut, stattdessen wird nur ein befestigter Wanderweg in das Landschaftsschutzgebiet.“ Mit Erfolg: Innerhalb der gesetzlichen Fristen hatten sie genügend gültige Unterschriften zusammen. Die Bezirksversammlung gab schließlich klein bei und unterstützte mit großer Mehrheit die Forderung der Initiative.

Doch dann griff die übergeordnete Fachbehörde ein und wies das Bezirksamt an, den Ausbau wie geplant in Angriff zu nehmen. Seitdem ist aber nichts geschehen – bis zur überraschenden Wende. mz