AutohausRubbert2Neugraben - Nun macht Autohaus-Chef Werner Rubbert ernst. Nach Informationen von harburg aktuell hat er im Bezirksamt einen Bauantrag für ein Bordell an der Ecke Cuxhavener Straße/Bauernweide gestellt. Damit haben

sich die Auseinandersetzungen um die Zukunft der Neugrabener Immobilie weiter zu gespitzt.

 

SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath bleibt gelassen: „Die Bezirksversammlung hat ja in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause noch ein klares Zeichen gesetzt: Wir wollen an der Stelle kein Bordell und auch keinen bordellähnlichen Betrieb.“ Falls jetzt jemand einen entsprechenden Antrag nach geltendem Baurecht stelle, werde eben der Text des Bebauungsplans geändert. Das Verfahren dazu müsse jetzt eingeleitet werden.

Werner und Torsten Rubbert waren sich wie berichtet schon mit dem Handelskonzern Rewe einig: In das Autohaus sollte ein Lebensmittel-Vollsortimenter einziehen – nach Ansicht aller Experten eine willkommene Ergänzung des Angebots in Neugraben, aber eben nicht an dieser Stelle. Deshalb hätte dazu ein neuer „vorhabensbezogener Bebauungsplan“ aufgestellt werden müssen, weil zum Schutz des Neugrabener Zentrums Einzelhandel an diese Stelle eigentlich nicht genehmigt werden sollte. Das Verfahren für einen neuen B-Plan war schon gestartet, es wurde dann aber mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken gestoppt.

Kurz vor dieser Entscheidung hatten die Rubberts noch einen Investor aus dem Rotlicht-Milieu präsentiert, der in Neugraben einen „FKK-Club“ eröffnen will. Als Vorbild nannte er das „Babylon“ in Hammerbrook. In dem aktuellen Antrag von Werner Rubbert soll das geplante Etablissement aber klar als „Bordell“ bezeichnet werden. mz