120618CaesarHarburg - Das war’s wohl: Hafenlieger „Caesar“ wird nicht in den Harburger Binnenhafen zurückkehren. Davon geht Gastronom Heiko Hornbacher jedenfalls fest aus. Als die antriebslose schwimmende Werkhalle, Baujahr 1902,

im vergangenen Jahr am Kanalplatz festmachte, witterte Hornbacher gleich die Chance, eine neue, einzigartige Location für Harburg zu schaffen.

Er ließ sein bewährtes Gastronomieteam an Bord gehen – und los ging’s: Es folgten ein paar private Veranstaltungen, ein Liederabend mit Werner Pfeifer, Träger des Harburger Musikpreises, und auch der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden traf sich auf dem Hafenlieger zu einem Vortrag.

Dann, im Herbst 2011, war „Caesar“ plötzlich verschwunden. Hornbacher wusste zunächst von nichts, erfuhr später, dass der Betreiberverein seinen Hafenlieger für ein paar Wochen an die Kulturbehörde vermietet hatte. An seinem neuen Liegeplatz in der HafenCity war nun das deutsch-indische Kunstprojekt Freie „Flusszone: Yamuna – Elbe“ zu Gast.

Jetzt liegt „Caesar“ im Spreehafen, und Hornbacher geht davon aus, dass er nun zum Kauf angeboten werden soll. Nach Harburg werde er wohl kaum zurückkehren. Hornbacher: „Eigentlich schade. Caesar hätte gut in den geplanten Traditionsschiffhafen in Harburg gepasst.“

Vom Betreiberverein selbst war keine Auskunft zu bekommen. mz