120613OlivenoelHarburg - Carl Wenning (Foto) war wieder da. Zweimal im Jahr kommt er aus der Toscana angereist, um in Hamburg seine herrlichen kaltgepressten Olivenöle aus eigener Ernte zu verkaufen – auf ausgesuchten Wochenmärkten!

Klar, dass neben den Märkten auf dem Turmweg und der Isestraße auch der Sand in Harburg dazugehört. Damit seine „Fans“ ihn nicht verpassen, schickt er ihnen ein paar Tage vorher einen Brief mit den Daten seiner „Tournee“ und seinem aktuellen Angebot. Die Adressen auf den Briefumschlägen schreibt Wenning per Hand.

„Wir lieben Lebensmittel“ – nirgends klingt das glaubwürdiger als bei Carl Wennig und seiner Familie. Der Diplom-Ingenieur hatte sein Geld ursprünglich  mit einer eigenen Firma als „Lichtdesigner“ verdient. „Aber die Geiz-ist-geil-Welle hat uns nicht gut getan“, sagt Wennig. Die Leute kauften ihre Lampen fortan lieber bei einem Elektro-Discounter als bei dem etwas teureren Individualisten.

Um finanziell überleben zu können, kauften sich die Wennings ein Stück Land am Monte Amiata in der Toscana und setzten ganz auf die Olivastra Seggianese, eine wilde Bergolive. Inzwischen bietet Wenning auf seinen Verkaufstouren durch halb Europa, die ihn bis nach Finnland führen, nicht nur das Öl seiner eigenen Olivenbäume an. Inzwischen sind auch seine Nachbarn Mirko und Mauro dabei. Dazu hatte er bei seinem Besuch in Harburg auch noch Rotwein, Essig, Kastanienmehl und Olivenpaste dabei.

Den größten Knaller erzählt Wenning aber so ganz nebenbei: Vor zwei Monaten habe er seine Tochter in Arizona besucht und da er selbst Gitarre spielt, habe er die Gelegenheit zu einem Workshop bei Jorma Kaukonen auf der Fur Peace Ranch in Ohio genutzt. Ja, es war der legendäre Gitarrist Jorma Kaukonen, Gründungsmitglied der amerikanischen Kultband Jefferson Airplane („Somebody to Love“, „White Rabbit“)! Unglaublich, dieser Carl Wenning! mz