120605LotsekaiHarburg - Neben der Außenmühle ist die Schlossinsel zu einem der beliebtesten Ausflugsziele innerhalb von Harburg geworden. Vor allem am Wochenende stromern Neugierige durch das neue Stadtquartier

am Wasser, informieren sich an den Schautafeln über die Projekte der Internationalen Bauausstellung (IBA) und werfen einen Blick auf das jahrhundertealte Torhaus, das Archäologen am Rand des Westflügels vom Harburger Schloss freigelegt haben.

Und es soll alles noch viel schöner werden. Das junge Frankfurter Architektenbüro planwerk hat jetzt einen Entwurf für die Gestaltung des Lotsekai vorgelegt – also jenen Bereich gegenüber vom neu gestalteten Kanalplatz, dort wo unter anderem der Kulturkran und die Wohncontainer für die Bauarbeiter von der Marinas auf der Schlossinsel stehen. Die Architekten haben die Hafenatmosphäre aufgegriffen und mit aktuellem Städtebaudesign kombiniert: Grobsteinpflaster, dazwischen Betonstreifen, viel Holz und Strahler vom Typ „iGuzzini MaxiWoody“. Der Clou aber sind große Holzliegen, die auf den Schienen am Lotsekai hin- und hergeschoben und bei Bedarf auch zu Sitzgruppen zusammengestellt werden können.

Das Büro raumwerk genießt bei den Planern der IBA und auch des Bezirksamts einen guten Ruf, hat es sich 2006 auch im Wettbewerb um den Funktionsplan für die Schlossinsel durchgesetzt. „Es wurde Zeit, dass planwerk hier auch mal einen konkreten Auftrag bekommt“, sagt Carl Henning von Ladiges, Chef des Harburger Fachamts Stadt- und Landschaftsplanung.

Muammer Kazanci (SPD), Vorsitzender des Harburger Stadtplanungsausschusses, ist begeistert: „Diese Pläne für den Lotsekai und den benachbarten Lotseplatz sind die konsequente Fortsetzung der Umgestaltung des Kanalplatzes und der innovativen Drehbrücke.“ mz