120522BBGHarburg – Es reicht. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen Massenunterkünfte für  Zuwanderer und Obdachlose im Bezirk Harburg haben nach eigenen Angaben mehr als die nötigen 3372 Unterschriften zusammen. „Gerade in

den vergangenen Tagen haben wir einen enormen Zulauf gehabt“, sagt Mitinitiator Carsten Metterhausen. „Was wir jetzt sammeln ist ein Puffer, falls einige Unterschriften ungültig sein sollten.“

Vor allem das gute Wetter hat noch einmal für einen Unterschriften-Boom gesorgt.  „Zwei von drei angesprochen Passanten haben uns ihre Unterschrift gegeben“, so Metterhausen. „Man merkt, dass wir mit dem Bürgerbegehren ein brisantes Thema aufgegriffen haben, dass viele Menschen hier im Bezirk bewegt."

Zusätzlichen Schwung in das Thema hatte pflegen & wohnen gebracht.  Das sozial ausgerichtete Unternehmen hatte groß angekündigte Wohnungsbaupläne für die Wohnunterkunft Wetternstraße platzen lassen, mit denen vorgegaukelt wurde, dass in Zukunft nicht mehr fast ausschließlich sozial problematische Singelexistenzen, sondern Familien das Bild der Unterkunft prägen würden. Davon ist mittlerweile keine Rede mehr.

Die Unterkunft Wetternstraße soll stattdessen für das bisherige Klientel ausgebaut und damit als Standort gefestigt werden. Gleich um die Ecke soll nach dem Willen von „pflegen & wohnen“ ein Containerlager für die gleiche Zielgruppe entstehen. Es ist der Standort, der das Bürgerbegehren auslöste. „Diese Entwicklung ist von den Harburgern sehr genau beobachtet und bewertet worden. Auch das hat noch einmal viele Menschen dazu bewegt uns ihre Unterschrift zu geben“, so Metterhausen.

Am Mittwoch werden die Listen mit den Unterschriften von mehr als drei Prozent der 112.370 Wahlberechtigten Einwohnern beim Bezirksamt abgegeben.  Dann wird es eine Abstimmung geben, zu der alle Wahlberechtigten aufgerufen werden. zv