120508OlyHarburg - CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer träumt weiter von einer blühenden Zukunft des Hamburger Südens. Jetzt hat er den Bezirk Harburg als Standort für Olympische Spiele in Hamburg vorgeschlagen. „Der Erste Bürgermeister hat

kürzlich die Absicht des Senats angekündigt, eine erneute Bewerbung Hamburgs für die Ausrichtung der Olympischen Spiele zu überlegen“, sagt Fischer. Das habe er nur aufgegriffen.

 

Hamburg hatte 2003 im nationalen Wettbewerb gegen Leipzig trotz des besseren Konzepts das Nachsehen. Den Zuschlag für das größte Sportfest der Welt im Jahr 2012 hatte später dann London bekommen. Eine europäische Stadt wäre danach frühestens 2020 wieder dran. Fischer: „Das Hamburger Konzept sah damals vor, das Olympiastadion auf dem Grasbrook zu errichten. Diese Flächen sind heute zum Teil anderweitig verplant.“ Der Süden der Stadt biete dagegen heute noch eine Reihe von freien Flächen. So ist Fischer zum Beispiel in Moorburg fündig geworden: „Zwischen Moorburg-Ost und der A7 wäre genug Platz für Olympische Spiele der kurzen Wege.“ Sollte sich der Senat zu diesem Standort durchringen, müssten allerdings andere Planungen für diese Flächen auf Eis gelegt werden. Das sagt Fischer nicht ohne Hintergedanken. Die Wirtschaftsbehörde hat gerade ihre Absicht bekräftigt, genau an dieser Stelle einen Schlickhügel aufzuschütten. Den lehnt aber sogar die „Regierungsfraktion“ der Harburger SPD ab.

Welche olympischen Disziplinen wo in Harburg untergebracht werden könnten, hat Fischer noch nicht überlegt: „In dem Grasbrook-Konzept sollte das Trap- und Skeetschießen in Neuland ausgetragen werden, und die Mountainbiker sollten in der Haake ran.“ Darüber müsse man nun neu nachdenken, zumal Mountainbiking nicht mehr olympisch sei. Dass das Golfturnier (ab 2016 wieder olympisch) im Appelbütteler Tal ausgetragen werden könnte, ist allerdings nichts als ein Gerücht... mz