PhoenxCenter2Harburg - Das Phoenix-Center hat seit seiner Eröffnung vor gut zehn Jahren dafür gesorgt, mehr Kunden nach Harburg zu locken. Seine „Strahlkraft“ reicht weit in das Umland, rund 800.000 Bewohner Harburgs und der umliegenden Gemeinden gelten als potenzielle Kunden. Das hat Boris Böhm vom renommierten Gutachterbüro Dr. Lademann & Partner festgestellt. Von der Attraktivität des Phoenix-Centers profitiert die restliche Harburger Innenstadt aber nur bedingt. „Rund die Hälfe der Kunden nutzt den Aufenthalt im Phoenix-Center auch mal für einen Besuch der Fußgängerzone“, berichtete Böhm im Harburger Stadtplanungsausschuss. Da sei allerdings eher die Ausnahme. Nur zwölf Prozent machen den Abstecher in die Lüneburger Straße regelmäßig.

 

Damit hat Böhm noch einmal wissenschaftlich bestätigt, was alle wissen: Die Vernetzung zwischen Phoenix-Center und dem Rest der Harburger Innenstadt ist miserabel. Besonders abschreckend: der Anblick des maroden Harburg-Centers! Böhm: „Da hilft nur noch ein Abriss und eine komplette Neuentwicklung.“

Aber nicht nur beim Harburg-Center sieht der Gutachter Handlungsbedarf. Die Konkurrenz schlafe nicht, Lüneburg, Buchholz, Buxtehude und Stade hätten in den letzten Jahren viel für ein positives Einkaufserlebnis in angenehmer Atmosphäre getan. Da müsse Harburg gegenhalten. Böhm sieht bis zum Jahr 2020 ein Entwicklungspotenzial von bis zu 13.500 Quadratmetern Verkaufsfläche (Bestand: rund 180.000 m2) . Er warnt aber vor einer Erweiterung des Phoenix-Centers, vielmehr müssten die anderen Bereiche – zum Beispiel rund um den Herbert-Wehner-Platz –  gestärkt werden. Dazu gehöre auch eine bessere Aufteilung der vorhandenen Ladenflächen. Böhm: „Den Mietinteressenten wünschen sich größere zusammenhängende Ladenflächen. Da hapert es in der Lüneburger Straße noch etwas.“ mz