111026KaserneFischbek - Carsten Schuster (FDP) sieht dunkle Wolken über dem Bauvorhaben auf dem ehemaligen Gelände der Röttiger Kaserne aufziehen. So, wie die SPD dort die Bebauung plant, hat das Projekt keine Chance. Schuster

befürchtet, dass statt Wohnungen wie beim Elbmosaik vor allem Brachflächen enstehen, weil sich kein Investor findet, der die "Bunkervillen"(bis zu viergeschossige Wohnblocks) und die daneben stehenden Doppel- oder Einzelhäuser finanziert.

Die Befürchtung ist nicht auf Schusters Mist gewachsen. Ende März hatten Vertreter der Wohnungsbauwirtschaft den Bezirkspolitikern klar gemacht, dass sie kein Interesse an einem Investment haben. „Für eine erfolgreiche Vermarktung brauchen wir eine lockere, landschaftlich geprägte Bebauungsplanung, die den Bauherren möglichst viele Gestaltungsfreiheiten belässt. Auf rigide stadtplanerische Vorgaben muss im Gegensatz zum Elbmosaik verzichtet werden", findet Günter Rosenberger von der FDP. Außerdem müssten die bis zu viergeschossigen Klotzbauten aufgegeben werden, damit die angrenzenden niedrigeren Einzel- und Doppelhäuser nicht verschattet werde.

Niemand, so sind die Liberalen überzeugt, möchte gern sein Eigenheim direkt neben einem viergeschossigen Gebäude errichten. Der Bezirk sei gut beraten sich Familien zuzuwenden, die auf der Suche nach günstigen Grundstücken sind. Kombiniert mit einer vernünftigen Vermarktung, die Bezug auf die angrenzende Fischbeker Heide nehme und der Reduzierung der Gestaltungsvorschriften beim Bau eines Hauses, habe der Bezirk sogar einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen Bezirken. zv