120417PaulHolleyNeuland - Noch bis 2013 hat Golfer Paul Holley Zeit, seine Driving Range in Neuland zu bauen. So lange ist die Baugenehmigung gültig. Sie war ihm schon vor vier Jahren erteilt worden. Als sich Holleys Freizeitprojekt aber

verzögerte, bat er das Bezirksamt um eine Fristverlängerung. Dieser Wunsch wurde ihm auch erfüllt. Holley: „Zuerst gab es ein Problem wegen der vorgeschriebenen ökologischen Ausgleichsflächen. Das habe ich inzwischen gelöst.“

 

Dann verweigerten die Banken Kredite für das 1,5-Millionen-Euro-Projekt. Die Richtlinien für Kreditvergaben hatten sich verschärft. „Ich bin jetzt aber in guten Gesprächen mit einem Unternehmen aus der Golf-Branche.“ Er hoffe, die Finanzierung der Driving Range auch ohne die Banken zu sichern.

Auf der Driving Range zwischen Neuländer Weg und Elbdeich sollen 40 Golfspieler gleichzeitig Abschläge bis zu einer Weite von 220 Metern trainieren können. Zu der Anlage sollen auch ein Shop für Golf-Ausrüstung, eine 18-Loch-Minigolfanlage auf Kunstrasen (Adventure Golf), Übungsplätze fürs Pitchen (Annäherungsschläge) und Putten (Einlochen) sowie Gastronomie gehören.

Auf jeden Fall wäre die Driving Range ein Kandidat für die nächste Imagebroschüre, in der Harburg mit seinen „attraktiven Freizeiteinrichtungen“ glänzen möchte. Diese Erfahrung hatte auch schon Holleys Freund Peter Schattenfroh gemacht. Nachdem der Jungunternehmer alle bürokratischen Hürden für seine Wasserskianlage auf dem Neuländer See überwunden hatte, war er in allen offiziellen Veröffentlichungen des Bezirks plötzlich ein beliebtes Vorzeigeobjekt.

Sollte das Projekt „Driving Range“ doch noch scheitern, würde für Holley keine Welt zusammenbrechen. Nach mehr als 20 Jahren als Golflehrer beim Golf Club Buchholz ist er inzwischen zum Golf & Country Club am Hockenberg südlich von Hittfeld gewechselt. Dort fühlt sich der Master Professional der PGA of Germany, dem Dachverband aller Golfprofis in Deutschland, „sehr wohl“. mz