120412StorchHarburg - Er ist wieder da: Einen Tag nach Ostern ist der letzte Storch auf den Neuländer Wiesen östlich der A1 eingetroffen. „Wir hatten ihn schon vermisst“, sagt Harald Köpcke vom

Bund für Umwelt und Naturschutz. Die anderen Störche „drüben in Klein Moor“ seien schon vor Tagen angekommen.

 

Der Neuländer Storch, der gleich wieder seinen Horst in mitten der ganzjährig unter Wasser stehenden Wiesen bezogen hat, war nach dem ersten Eindruck von Köpcke „ziemlich erschöpft“. Er habe vermutlich in Spanien überwintert.

 

Adebars Rückkehr löst bei Köpcke und seinen Mitstreitern große Freude aus. Ihre Mühen haben sich gelohnt. Der BUND hatte schon 1994 mit den Arbeiten für das Projekt „Eine Wiese für den Storch“ begonnen. Dank einer großzügigen Spende der Firma Budnikowsky konnten die Naturschützer die rund 1,6 Hektar große Fläche in Neuland kaufen.

Sie trugen den Boden ab, verlängerten einen Graben und stellten ein Windrad auf, das Wasser auf eine Überschwemmungswiese pumpt. Hier fühlen sich neben Schachbrettblume, Moorlabkraut, Sumpfblutauge, Schwanenblume und dem Röhrigen Wasserfenchel auch viele Amphibien wohl. Ein gefundenes Fressen für Adebar.

Köpcke: „Wir wollen jetzt ein noch leistungsfähigeres Windrad aufstellen und die Bewässerung optimieren.“ Wenn genügend Spenden zusammenkommen, könnte das noch in diesem Jahr klappen. mz.