120325Schornstein1Harburg – Ab in den Schornstein hieß es am Sonntag bei der Phoenix. Es ging um die Zukunft des 75 Meter hohen Schlots mit dem markanten Wassertank, der seit rund 90 Jahren die Skyline Harburgs prägt. Denn der

gemauerte Schornstein bröckelt. Vor allem der obere Bereich ist betroffen. Dort sind bereits große Teile der Verfugung rausgebrochen. Durch die Begutachtung soll eine genaue Schadenbilanz erstellt werden.

Dazu wurde ein Spezialist in einem bombenförmigen Korb von einem Kran der Wilhelmsburger Kranfirma Knaack punktgenau in den Schlot hinab gelassen. So können auch Schäden festgestellt werden, die man bislang nicht sehen konnte. Vom Bericht des Begutachters wird die Zukunft des Schornsteins abhängen.

Im Gespräch ist unter anderem ein „Spitzenschnitt“. Dann würde der Schornstein gekappt und 15 Meter niedriger sein, aber selbst der Komplettabriss war im Gespräch. Die Meinungen hierzu sind unterschiedlich. Ronald Preuß, Fraktionschef der GAL hält den in den 20er Jahren gebauten Schornstein für eines der wichtigsten Industriedenkmäler in Harburg.

Andere Politiker würden gerne auf den Schlot verzichten. zv