120227StabiFleHarburg - Aus dem Seeveviertel, die Gegend um den Rieckhof, wieder ein ansehnlicheres Quartier machen. Das steht hinter der Idee der Stadtbildpfleger. Sie sind mittlerweile aus Fleisch und Blut und heißen Jens Irmer und

Hermann Quast. Beide werden immer dort aktiv, wo Stadtreinigung nicht zuständig ist.

Damit dürfte das Duo mächtig zu tun haben. Es gilt Aufkleber oder illegale Plakate zu entfernen, Graffiti zu dokumentieren und in Ecken für Sauberkeit zu sorgen, in denen die anderen Besen nicht kehren oder auch mal den Pinsel in die Hand nehmen, um an Laternen oder Müllbehältern Lackschäden auszubessern.

Die Idee dazu hat Jörg Hansen, Chef vom Rieckhof. Er will die Menschen im Seeveviertel wieder näher zusammen bringen und für die Gegend aktivieren. Via Sicherheitskonferenz holte er die Politik ins Boot. "Ich war überrascht wie schnell das ging", sagt Hansen. "Am 25. Oktober hatte ich die Idee vorgestellt und schon im November wurden Nägel mit Köpfen gemacht."

Vor allem gab es auch Geld. 12.000 Euro werden für die Stadtbildpfleger ausgegeben, die dafür an fünf Tagen die Woche in der Gegend im Einsatz sind. Beide sind über die Elbe-Werkstätten zu ihrer Aufgabe gekommen.

Die beiden Stadtbildpfleger sind ein Anfang. Wenn es gut läuft, werden sie nicht nur in diesem Jahr in Harburg eingesetzt sein. Dafür müssen aber auch die Anlieger den einen oder anderen Euro locker machen.

Wehrmutstropfen: Die echten Probleme der Gegend wird man so kaum wuppen können. Der Seevepassagen-Tunnel ist immer noch ein Dreckloch, das mittlerweile von der Säuferszene okkupiert ist. Die "Fastruine" Harburg-Center gammelt weiter vor sich hin. zv