120226BrueckeWaltershof - Schon ab kommenden Montag, den 30. Januar, wird die Hamburg Port Authority (HPA) auf der Köhlbrandbrücke ein Überholverbot für Lastwagen einrichten. Es ist eine Notmaßnahme, um

die bröckelnde Brücke länger nutzen zu können. Das Überholverbot gilt zukünftig in beiden Richtungen jeweils von der Einmündung der Breslauer Straße bis zur Mitte der Westrampe.

Hier dürfen Lastwagen zukünftig nur den rechten Fahrstreifen nutzen. Gründe für die neue Regelung sind laut HPA die zunehmende Verkehrsdichte und die steigende Anzahl sehr schwerer Transporte, die täglich über die Brücke fahren. Messungen der HPA haben ergeben, dass die Belastung der jährlich von rund fünf Millionen Fahrzeugen genutzen Brücke deutlich über den bisherigen Annahmen liegt.

So ist das Durchschnittsgewicht der auf ihr fahrenden Laster von zwölf auf 21 Tonnen gestiegen. Die Brücke wurde aber nach Bemessungsvorschriften aus den späten 60er Jahren gebaut, die nicht den heutigen Belastungen entsprechen. "Damit die Köhlbrandbrücke noch möglichst lang erhalten werden kann, hat sich die HPA nun für dieses Überholverbot entschieden", sagt ein Sprecher von HPA.

 

Die 3.816 Meter lange Brücke war am 23. September 1974 für den Verkehr geöffnet worden. Heute ist sie eine wichtige Verbindung zu den Containerterminals. Für Fahrer normaler Autos wird die Köhbrandbrücke dafür vermutlich leichter passierbar. Ihnen stehen die linken Fahrstreifen jetzt allein zur Verfügung. zv