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Neujahrsempfang der Sparkasse Harburg-Buxtehude: 500 Gäste lauschten Klaus Töpfer
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 09:12 Uhr

120125JESHBHeimfeld - Galant, schlagfertig, witzig, aber die Sache nie aus dem Auge verlierend. Die meisten der über 500 Gäste beim Jahresempfang der Sparkasse Harburg-Buxtehude im Privathotel Lindtner empfanden Gastredner

Klaus Töpfer als echt gut. Dabei hatte der Vorsitzende der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung unbequeme Fakten und Erkenntnisse zu verkünden.

Dazu gehörte, dass eine friedliche Zukunft von wirtschaftlicher Entwicklung in den Gebieten mit dem großen Bevölkerungswachstum, Afrika und dem indische Subkontinent, abhängig ist. Das Wachstum ist mit mehr Energiebedarf verbunden. Das wird nicht mit fossilen Energien klappen. "Wer Armut überwinden will, muss fragen woher die Energie dazu kommt", so Töpfer. Und woher soll sie kommen? Die Antwort hatte der ehemalige Umweltminister auch gleich parat. Von den Deutschen soll sie kommen. Die hätten mit ihrem Recyclingprogramm, das bei der Einführung belächelt wurde, aus Müll Geld gemacht.

Belächelt werden in anderen Ländern, so seine Erfahrung, auch die Pläne Deutschlands zur Energiewende. Denn eine These verbreiten die Skeptiker auch. "Wenn die Deutschen es machen, könnte es sein, dass es klappt sagen viele", so Töpfer. Das kitzelte natürlich das Ego der Zuhörer. Und so hat der CDU-Mann in kurzer Zeit vermutlich mit seiner lockeren Art, der sich ein Bier auf die Bühne bestellte (Foto), weil er seinen Durst "nicht an Wasser vergeuden wollte", mehr Verständnis für Umweltschutz und Vorreiterrolle gebracht als viele besserwisserisch belehrende Aktivisten es in Monaten schaffen. Dabei dürfte der Vortrag perfekt durchgeplant sein, er dauerte exakt eine Stunde.

 

"Ich kannte die Rede vorher nicht", sagt Heinz Lüers, Vorstandssprecher der Sparkasse Harburg-Buxtehude. "Ich fand sie sehr gut." Das empfand auch der ganz überwiegende Teil der Gäste so. Danach kam das, was man heute Get-Together nennt. Man unterhielt sich bei Bier, Wein und Häppchen. Viele hielten bis Mitternacht durch. Denn da gab es einen Grund noch einmal anzustoßen. Frank Jäschke, zweiter Mann im Vorstand, hatte Geburtstag. Wie alt er geworden ist, hat er auch verraten. "Wieder mal 49." zv

Die Fotos vom Neujahrsempfang

 
 

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