120117Fri3Harburg - Länger als geplant war der Zugang zum Alten Friedhof von der Bremer Straße versperrt gewesen. Jetzt ist er wieder offen. Den Besuchern der unter Denkmalschutz stehenden, sechs Hektar große Parkanlage

bietet sich ein durchgestalteter Eingangsbereich, der von den Landschaftsarchitekten Breimann und Bruun entwickelt wurde. Im Zuge der rund 360.000 Euro teuren Arbeiten wurden auch die Beleuchtung verbessert, einige der historischen Grabmale restauriert und überwucherte Stellen frei gelegt.

Auf dem Friedhof gibt es etwa 400 Grabstellen von Hamburger Persönlichkeiten wie dem Konsul Carl Robert Franke, der 1904 dort begraben wurde, Senator Friedrich Heinrich Wilhelm Hastedt, der im selben Jahr starb, oder Oberbürgermeister Friedrich Wilhelm August Grumbrecht, der bereits 1883 das Zeitliche segnete.

Die erste Beisetzung auf dem Alten Friedhof hatte 1828 stattgefunden. Auf dem Gelände befinden sich noch Gräber aus dem Deutsch-Französischen Krieg, der 1870 bis 1871 tobte, und dem Ersten Weltkrieg. Zudem ist ein Teil Garnisionsfriedhof. Am 1. April 1969 wurde der Friedhof in seiner Funktion geschlossen. Das Areal, für das sich auch der Verein Alter Friedhof Harburg stark macht, ist einen Spaziergang wert. zv