111215WohnungWilhelmsburg – Für Markus Schreiber, Leiter vom Bezirksamt Hamburg-Mitte, war es ein guter Termin. In Wilhelmsburg liegt die offiziell sechstausende in diesem Jahr genehmigte Wohnung in Hamburg.

Es ist eine der Einheiten der „Neuen Hamburger Terrassen“, einem 110 Wohneinheiten umfassendes IBA-Projekt aus Mehrfamilien- und kleinen Stadthäusern am Schlöperstieg. Dort überreichte Schreiber der Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau, und dem SPD Fachsprecher für Stadtentwicklung, Andy Grote, eine symbolische Genehmigungsurkunde (Foto).

Der Blick in die bei der Gelegenheit präsentierte Statistik verrät, dass Harburg den zwischen den Bezirksamtsleitern und dem Senat geschlossenen Vertrag über hamburgweit jährlich 6.000  neue Baugenehmigungen für Wohnungen seinen Teil nicht annährend erfüllt. Von den zugesagten 700 Genehmigungen waren vom Bezirksamt lediglich 221 vergeben worden. Peinlich: Zunächst hatte man geglaubt bereits über 400 Genehmigungen erteilt zu haben. Aber ein Fehler bei der Eingabe der Daten führte dazu, dass 187 Baugenehmigungen gezählt wurden, die nie erteilt worden waren und wieder abgezogen werden mussten.

 

Neben Harburg konnten bis Ende November auch Wandsbek und Bergedorf nicht ihre Quote erfüllen. Harburg ist mit einer „Unterdeckung“ von fast 500 Genehmigungen aber absolutes Schlusslicht.
Fachleute haben eine Erklärung: Investoren meiden Harburg. „In anderen Bereichen der Stadt hat man die gleichen Baukosten, erzielt aber gleichzeitig eine höhere Rendite.“ Das schrecke ab. zv