111122abgesoffenBinnenhafen – Die Bergung der am Sonntag im Überwinterungshafen abgesoffenen „Saparua“ dürfte sich hinziehen. Der Eigner, so scheint es, ist wie sein zwölf Meter langer Kutter „abgetaucht“. Der Mann, der am Sonntag noch via

Handy gesprochen wurde, sei nicht mehr zu erreichen, hieß es aus der Behörde.

Bislang hat er sich nach Erkenntnissen der Verwaltung auch nicht um die Bergung der „Sapura“ gekümmert, die mit rund 100 Litern Diesel an Bord am Dalben gleich neben der vor sich hin rottenden „Gloria D.“ untergegangen war. Ihm muss vom Bezirksamt, das für den Binnenhafen nach der Entlassung des Bereichs aus dem Hafengebiet zuständig ist, eine „Hebungsverfügung“ zugestellt werden. Bitter: Der Eigner des abgesoffenen Kutters gehört zu der Crew, die eigentlich die "Gloria D." fit machen sollte. Auch dieses Vorhaben war bislang nicht von Erfolg gekrönt.

Damit liegt jetzt ein zweites „Problemschiff“ vor der „Marina auf der Schloßinsel“, einem knapp 70 Millionen Euro teuren Wohnungsbauprojekt mit 162 Einheiten, von denen das „Spitzen-Penthouse“ 1,47 Millionen Euro kosten soll. Wie der Verkauf der Wohnungen läuft, verrät der Internetauftritt. Aktuell sind sechs der angebotenen Wohnungen mit „Rot“ gekennzeichnet. sie sind damit garantiert nicht mehr zu haben. Sehr viele Wohnungen warten noch auf Käufer oder Mieter. Da sind die „Problemschiffe“ vor dem „Wohnquartier der Extraklasse“ an einem der „charmantesten Standorte Hamburgs“, an dem der „Traum vom stilvollem Leben am Wasser wahr wird“ nicht gerade förderlich.

Beim Bezirksamt sieht man das noch locker. Von dem gesunkenen Kutter gehe "keine Gefahr aus". Vielleicht muss der Bezirk aber bald tief in die Tasche greifen. Im Binnenhafen ist längst rum, dass bei dem Eigner des Kutters, der erst vor wenigen Wochen seinen zweiten restaurierungsbedürftigen Kutter auf ein Stak setzte, keine Reichtümer zu holen sind.

Und auch in Sachen "Gloria D." ist Handlungsbedarf. Die "befristete wasserrechtliche Genehmigung" für das Schiff läuft Ende Februar 2012 ab. zv