100311MetterhausenNeuland - Mit Containerlagern kennt sich Carsten Metterhausen (Foto) aus. Bis 2008 war am Communionsweg eine Unterkunft, in der vor allem Asylbewerber und Zuwanderer untergebracht wurden. Diebstähle, Sachbeschädigungen

waren die Folge. Immer wieder kam es zu Polizeieinsätzen und Festnahmen in der Unterkunft.

"Viele Bewohner fuhren Autos. Dann wurde beim Ölwechsel gern das Altöl einfach in den nächsten Graben gekippt", erinnert sich Metterhausen. "Die Behörden standen dann bei den Firmen hier auf der Matte und suchten da die Schuldigen", erinnert sich der Vorstandsvorsitzende der MTÜ-AG.

Die Pläne für ein neues Containerlager will er daher mit allen Mitteln bekämpfen. "Das ist doch ein durchsichtiger Plan", meint Metterhausen. "Man meint, dass man mit Gewerbetreibenenden so umspringen kann, weil die keine Lobby haben." Haben sie auch nicht. Deshalb will der Unternehmer das tun, was er am besten kann: etwas unternehmen. Ein Bürgerbegehren soll die Umsetzung des Plans stoppen an fast gleicher Stelle ein Containerlager mit 110 Plätzen zu stoppen. Metterhausen: "Der Ausfluss solcher zentralen Unterbringungen wie hier am Communionsweg war, dass man einen anderen Weg gehen wollte. Das ist auch gut so. Eine dezentrale Unterbringung bringt nicht die Begleiterscheinungen, wie wir sie hier hatten."

 

Das sah auch mal die SPD so, erinnert sich der CDU-Kreisvorsitzende Ralf-Dieter Fischer. "Die hatten gerade die Unterbringung in Containern als menschenunwürdig angesehen. Jetzt geht es auf einmal. Angeblich weil die Container jetzt viel besser sind." Fischer hält das für Blödsinn. Zentrale Unterbringungen in dieser Form seien ein Garant für vielschichtige Probleme.

Metterhausen hat unterdessen einen Brief an Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg geschrieben: Der Brief im Wortlaut:

Mit Erstaunen haben die Anlieger der Straßen Lewenwerder, Wohlersweg, Großmoordamm und Großmoorbogen zur Kenntnis genommen, dass auf der Freifläche der Liegenschaft im Lewenwerder anstelle von Logistikunternehmen nun eine Obdachlosenunterkunft für Osteuropäer entstehen soll.
Es ist keinem der Anlieger nur ansatzweise verständlich, wie es zu dieser plötzlichen Umnutzung des Grundstücks gekommen ist, da laut Auskunft der Wirtschaftsbehörde diese Flächen ausschließlich der Ansiedlung von Gewerbetreibenden ( vorzugsweise Logistikunternehmen, bzw. umgesiedelten Firmen aus dem Harburger Hafen ) zum Kauf angeboten werden sollen.
In regelmäßigen Abständen fragte ich bei Frau XXX diese Flächen an, um dort, wie auf der anderen Straßenseite, Gewerbehallen zu bauen und an Gewerbetreibende zu vermieten. Zur Antwort bekam ich immer wieder, dass diese Flächen für Logistikunternehmen vorgesehen sind, daher ja auch der große Umbau der Einfahrt in den Lewenwerder.
Weitere von mir vermittelte Unternehmen bekamen die gleiche Antwort. Man kann hieraus schließen, dass am Standort Harburg keine weitere wirtschaftliche Entwicklung mehr gewünscht ist.
Die Problematik, die sich aus der Ansiedlung von Obdachlosen ergibt, ist allen Anliegern durch das Asylbewerberheim, welches gerade abgerissen wurde, hinlänglich bekannt. Es macht sich unter den Anliegern erneut starker Unmut darüber breit, dass wieder zu Lasten aller Anlieger seitens der Politik versucht wird, politisches Versagen auf den Schultern der Anlieger und der Gewerbetreibenden rund um den Lewenwerder auszutragen.
Dieses Vorgehen wird von uns in keiner Weise mehr akzeptiert, bzw. stillschweigend geduldet. Sollte es notwendig sein, werden wir ein entsprechendes Bürgerbegehren ins Leben rufen, um diese Entscheidung zu verhindern. Hierfür wurde mir bereits die Unterstützung zahlreicher großer Harburger Unternehmen und anderer Steuerzahler zugesagt.
Um die Aussage zu entkräften, es gäbe keine Interessenten für diese Fläche, kann ich Ihnen nur mitteilen, ich habe weiterhin Interesse.
zv