111110HaltestelleEißendorf - Es war bislang keine Vorzeigenische, die Sitzgelegenheit an der Bushaltestelle "Lübbersweg". Seit langem wurden die Wände regelmäßig Opfer von Graffiti und Schmierereien. Gesellige Trinkerrunden okkupierten die Sitzgelegenheit,

die eigentlich für wartende Fahrgäste von Linienbussen gedacht ist. Jetzt sieht die Nische wenigstens gut aus. Mosaike geben ihr ein freundliches Erscheinungsbild.

Es ist das Werk von Jugendlichen des Jugendcafés Eißendorf und der Stadtteilschule Ehestorfer Weg. Die Idee für dieses Projekt entstammt der Lenkungsgruppe der Sicherheitskonferenz Harburg, die von der Eigentümerin der Nische, der Shell Deutschland Oil GmbH, realisiert wurde. „Wir waren sofort begeistert von diesem Projekt“, sagen René Plettner, Erzieher im Jugendcafé, und Lena Jochims, Sozialpädagogin der Schule Ehestorfer Weg.

„Viele unserer Jugendlichen nutzen die Bushaltestelle Lübbersweg, wenn Sie zu uns kommen und haben sich schon oft darüber beschwert, wie dreckig es dort ist.“ Angeleitet werden sie von der Berliner Bildhauerin Anne Ochmann, die bereits mit vielen Kindern und Jugendlichen derartige Mosaike realisiert hat. „Kinder und Jugendliche sind sehr schnell fasziniert von der Mosaiktechnik und haben viel Spaß daran, ihre eigenen Ideen Stein für Stein wachsen zu lassen“, beschreibt Ochmann ihre Arbeit. „Jeder kann sich mit seinem eigenen Motiv verewigen.“ zv