110915SchildHarburg - Die Fachbehörde verlangt von Harburg deutlich weniger Plätze für Flüchtlinge, als noch vor einigen Monaten angenommen. Hamburgweit sollen es jetzt 100 Menschen sein, die zusätzlich untergebracht werden. Im Frühjahr

war noch von bis zu 1530 neuen Unterkunftsplätzen die Rede gewesen. Jetzt wird sich Harburg auf die zusätzliche Unterbringung von bis zu 20 Flüchtlingen oder Wohnungslosen einrichten müssen.

Die meisten ins Spiel gebrachten Standorte sind "vom Tisch". Im Gespräch waren zuletzt die Bremer Straße. Doch dort hat ein Investor Interessen an dem Grundstück angemeldet. Die Finanzbehörde wittert Geld, das ihr lieber ist als Unterkunftsplätze.

 

Die Häuser an der Hasselwerder Straße sind auch raus. Allerdings kann sich die Behörde vorstellen als ganz "normaler Mieter" Häuser für Flüchtlingsfamilien zu beschaffen. Am Ende wird es wohl die Wohnunterkunft Wetternstraße sein, in der weitere Menschen untergebracht werden. Laut CDU sei der Bezirk rechnerisch verpflichtet lediglich zehn Flüchtlinge aufzunehmen, das ergebe sich aus der Bevölkerungszahl. Kreis-Chef Ralf-Dieter Fischer möchte am liebsten, dass Harburg ganz aus dem Verteiler rausgenommen wird. Er begründete das mit der ohnehin hohen Belastung Harburgs in Punkto "soziale Probleme". Sollte der Bezirks doch verpflichtet werden Flüchtlingen aufzunehmen, so geht Fischer davon aus, dass die Menschen ohne großen Aufwand zusätzlich in der Wetternstraße untergebracht werden können. zv