101116TunnelHarburg - Der Wirtschaftsverein hat den Plänen des Bezirksamtes, die einen Erhalt des Schmuddel-Tunnels vorsehen, eine klare Absage gegeben. Den Beschluss der Bezirksversammlung, den Fußgängertunnel

in der Lüneburger Straße entgegen den bisherigen Plänen zu erhalten, habe der Wirtschaftsverein mit Erstaunen aufgenommen, heißt es in einer Stellungnahme. Und weiter: "Nach dem Gutachterverfahren und einem langwierigen Entscheidungsprozess bestand großer Konsens für die Zuschüttung. Auch in der Harburg Vision und im Masterplan City Harburg wird die Schließung des Tunnels als wesentlicher Bestandteil für die Reaktivierung der Harburger Innenstadt gesehen". Aus städtebaulicher Sicht sei diese Bausünde der 70er Jahre nicht mehr zeitgemäß und bedürfe dringend einer Korrektur.

 

Nach Meinung von Udo Stein, Vorstandsmitglied des Wirtschaftsvereins für den Hamburger Süden, hängt das Überleben und die Zukunft der Harburger Fußgängerzone von der kurzfristigen Zuschüttung ab. Stattdessen ist am Eingang der Lüneburger Straße eine Platzsituation zu schaffen, die die ebenerdige Anbindung des Phoenix Centers über das Cinemaxx hin zur Fußgängerzone herstellt.
Wir haben gelernt, dass Fußgänger nicht unter die Erde gehören sondern sichere, ebenerdige Wege suchen“ , so Stein.

Der Wirtschaftsverein fordert daher die Politik auf, die Schließung des Tunnels und der städtebaulichen Wunde kurzfristig umzusetzen. Um Harburgs Probleme gemeinsam zu lösen, wäre direkter Kontakt zu Betroffenen und Beteiligten hilfreich. Die Instandsetzung  sei der falsche Weg und Geldverschwendung.

Das Bauamt hatte einen Zwölf- Punkte-Plan entwickelt, mit dem aus dem Dreckloch eine annehmbare Unterführung werden soll. zv