110527SaftfansHarburg - Prost hieß es im Phoenix-Center. Innensenator Michael Neumann stieß mit Center-Chef Thomas Krause und Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg an der Saftbar an. Dort starteten sie die zweitägige Info-Veranstaltung

"Alkohol? Weniger ist besser!". "Ich unterstütze diese Aktion aus voller Überzeugung", sagt Neumann. "Die Mitarbeiter der zur Innenbehörde gehörenden Polizei und Feuerwehr sind jeden Tag knallhart mit den Folgen konfrontiert.Täglich bringen Rettungswagen hilflose Personen zur Zentralambulanz. Polizisten müssen oft bei Familienstreitigkeiten eingreifen, bei denen Alkohol im Spiel ist. Bei schweren Straftaten wie gefährlichen Körperverletzungen oder Totschlagdelikten sind die Täter oft alkoholisiert."

 

Im Phoenix-Center kann man sich noch heute und am Sonnabend informieren. Neben Beratung gibt es auch praktische Erfahrung, beispielsweise am Fahrsimulator der Polizei.

Harburgs Problemalkoholiker erreicht die Aktion nicht. Die sitzen am Rathausplatz und hauen sich dort täglich die Hucke voll. Das die Szene mit guten Worten und Taten nicht nachhaltig zu erreichen ist, untermauert Cornelia Mertens, stellvertretende Leiterin der Landesstelle für Suchtfragen. "Harburg sticht bei der Drogenhilfe heraus", sagt sie. Hier werde "tolle Arbeit" geleistet.

Michael Neumann deutete an, dass die Zeiten der guten Taten und tollen Arbeit allein, bald vorbei sein werden. "Man wird in Sachen Rathausplatz Harburg etwas tun müssen." Es könne nicht sein, dass die Szene große Teile der Bevölkerung vom Rathausplatz verdränge. Wenn von ihr nicht Alternativangebote angenommen würden, sei die "strafende Hand" gefragt. Das Wort "Alkoholverbot" wollte Neumann im Zusammenhang mit dem Rathausplatz noch nicht in den Mund nehmen. zv