110523ToysHarburg - Toys Company heißt der Laden, in dem altes Spielzeug fit gemacht wird. Das Besondere: In der wie eine Firma aufgebauten Einrichtung arbeiten Ein-Euro-Jobber. Das von ihnen sorgsam aufbereitete Spielzeug bekommen

Kinder oder soziale Einrichtungen. Darüber hinaus richten die Mitarbeiter Spielecken in Behörden ein, in denen sich Kleinkinder die Zeit vertreiben können.

Dass das eine gute Idee ist, findet man auch bei Karstadt. Kaufhaus-Chef Thomas Diebold unterstützt das Projekt. "Wir engagieren uns vielfältig im sozialen Bereich. Es passt zu uns. Wir haben in der Spielwarenabteilung eine Sammelbox aufgestellt, in die Kunden altes Spielzeug einwerfen können, dass dann bei der Toys Company wieder aufgearbeitet wird." So kann die alte Puppe oder das im Schrank liegende Puzzel wieder Freude machen. "Wir haben oft Mütter, die wirklich keine Mittel haben, um ihrem Kind ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen", sagt Jacobs Jörg von der Toys Company. "Die sind dann richtig glücklich."

Das die gute Tat nicht ausgenutzt wird, dafür sorgt man bei der Toys Company auch. Jedes Spielzeug wird erfasst, jeder "Kunde" ist registriert. So wird verhindert, dass Abzocker ihren privaten Ebay-Shop auffüllen. "Daneben hat es den Effekt, dass unsere Mitarbeiter auch in Dingen wie Buchhaltung geschult werden", sagt Jörg. Das gehört zum eigentlichen Kerngeschäft der Einrichtung. Die Ein-Euro-Jobber, die zum Großteil freiwillig dort sind, sollen wieder die Voraussetzung und damit die Chance auf einen voll bezahlten Beruf haben. zv