110518DepuHarburg - Die Gilde krempelt das Vogelschießen um. "Die Tradition der Neuzeit anpassen", sagt dazu Ingo Mönke, Mitglied der Deputation. Damit will man das Volksfest wieder attraktiver und auch jünger machen. Die erste Vorgabe kommt vom Kalender. Wegen Pfingsten wird das Vogelschießen auf fünf Tage gestrafft. Los geht es am traditionell am Dienstag, den 14. Juni, mit Kranzniederlegung und Aufstecken des eisernen Vogels. Der Donnerstag bleibt Business-Tag mit dem Ausmarsch vom Rathaus zum Schwarzenberg und Spargelessen. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat sich angesagt. Er kommt gegen 12 Uhr direkt zum Festzelt. Pech für ihn: Er wird die schottischen Dudelsackpfeifer verpassen, die beim Ausmarsch dabei sind.

 

Neu ist die Kooperation mit dem Wirtschaftsverein. So werden noch mehr Firmen integriert. After-Work-Party und "Gildo-Time" sollen Lust auf Verweilen machen. Dazu hat man sich weg vom traditionellen Festplatz ins Grüne orientiert. Am Kaiserbrunnen, zwischen Bäumen, werden die zentralen Veranstaltungen stattfinden, die nicht im Festzelt laufen.

Am Freitag ist Familientag mit dem großen Kinderfest, zu dem die Mönke-Gruppe 150 Kinder, doppelt so viele wie in den letzten Jahren, eingeladen hat. Am Freitag wird auch der Zapfenstreich stattfinden, der bislang am Mittwoch war. Er wird außerdem von 22 Uhr auf 20 Uhr vorverlegt. Die Gilde hofft so mehr Publikum zu erreichen, dass dem historischen Ritual beiwohnt. Erstmals wird an dem Tag auch das Pinguin-Revival gefeiert, das von der Discofamily Hamburg organisiert wird. Mehrere DJ´s und eine Band sorgen für den richtigen Sound.

Am Sonnabend wird um die Königswürde geschossen. Für Gildekönig Frank Kirste endet dann seine Amtszeit. Nach der Proklamation wird es wieder am Kaiserbrunnen mit der Discofamily rund gehen. Das Montagsvogelschießen findet am Sonntag statt. Danach wird die SwingIng, die Band der Technischen Universität im Festzelt spielen. Ideal für Shopping-Fans, die an dem verkaufsoffenen Sonntag noch einkaufen wollen. Das Vogelschießen endet klassisch mit dem Einbringen der Fahnen und dem Heringsessen.

Wegfallen werden Autoscooter und Co.. "Es nützt ja nix", sagt Mönke. "Karussell zieht eben nicht mehr. Der Festplatz ist ja in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden."
Wenn das neue Konzept ankommt, bleibt es vielleicht beim fünftägigen Vogelschießen. zv

Das Programm zum Vogelschießen