110505TU2Harburg - Die Technische Universität wird künftig eine entscheidende Rolle bei dem vom Hamburger Senat der Hansestadt geplanten Ausbau neuer Technologien in der Energie- und Umwelttechnik spielen. Exzellente

Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt werden an der TU gezielt gefördert und in einem deutschlandweit bisher einzigartigen Exzellenzkolleg auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und der nachhaltigen Bioökonomie forschen.

Das kündigte Professor Garabed Antranikian bei seiner Antrittsrede vor 600 Gästen, darunter EX-Umweltminister Klaus Töpfer und Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt an. Dazu werde die TU in der Forschung ihre Kräfte in diesem Sektor bündeln und unter dem Dach „Green Technologies“ Innovationen für den Klimaschutz und die Energiewende entwickeln.

Beides, so  Antranikian, sind drängende Probleme unserer Zeit. „Die TU wird zukünftig verstärkt den Fokus ihrer ingenieurwissenschaftlichen Forschung auf die technische Lösung der drängenden globalen Probleme rücken“, sagte der gebürtige Jordanier armenischer Abstammung. Und: „Wir werden in Hamburg an der TU die Besten der Besten in der Wissenschaft fördern und dabei vor allen Dingen auch Nachwuchswissenschaftlern aus dem Ausland die Chance bieten, sich zu profilieren.“

Parallel dazu werden in der Forschung an der TU neue Akzente gesetzt: Zusätzlich zu den existierenden acht Forschungsschwerpunkten, innerhalb derer weiterhin interdisziplinär auf unterschiedlichen Feldern geforscht wird, erhalten die fast 100 Professoren und die mehr als 500 wissenschaftlichen Nachwuchskräfte die Gelegenheit, sich auch für eine Mitarbeit in zwei übergeordneten Kompetenzzentren zu bewerben. Das erklärte Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit der Industrie der Region, die energiepolitische Wende in neue Technologien umzusetzen: weg vom Erdöl und hin zu regenerativen Energiequellen sowie ressourcensparenden Effizienztechnologien. Die Magnetkraft der TU als Forschungsstandort für innovative Technologien wird auf diese Weise gestärkt und synergetische Wirkung haben.

Eine Neuausrichtung erfährt auch die Lehre an der TU mit einem Zentrum für Lehre und Lernen. Die Einrichtung eines Lehrstuhls für Fachdidaktik sowie elf weiterer Stellen für Verbesserungen in der Lehre und zur Qualitätssicherung sind bereits gesichert. Hohe Priorität hat in diesem Zusammenhang auch die Schaffung zusätzlicher Lernräume.

Auch Infrastrukturmaßnahmen auf und außerhalb des Campus sind Gegenstand der Neupositionierung der TU Hamburg. „Wir wollen junge Leute, Studierende sowie Nachwuchswissenschaftler, besonders auch Spitzenkräfte aus dem Ausland, für diesen Standort gewinnen, dazu bedarf es auch eines entsprechenden Umfeldes außerhalb des Campus“, sagte Antranikian. In enger Zusammenarbeit mit Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik will der neue Chef der Technischen Universität attraktiven und preiswerten Wohnraum für Studierende und Nachwuchswissenschaftler schaffen und Maßnahmen zur Förderung eines Univiertels rund um den Campus unterstützen. dl

Hier zu weiteren Informationen zur Person des Präsidenten auf Wikipedia :

http://de.wikipedia.org/wiki/Garabed_Antranikian

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