110323drkHarburg -Für die Erdbebenopfer in Japan geben die Leute gern. Das haben die Mitarbeiter des DRK-Harburg gemerkt. Am Mittwochvormittag hatte eine Frau spontan einen 50 Euro-Schein in die knallroten, kreuzförmigen Sammeldosen

gleich neben dem Infostand im Erdgeschoss gesteckt. Das Geld können die Helfer gut gebrauchen.

"Sachspenden machen wenig Sinn", sagt Harald Krüger vom DRK Kreisverband Harburg. In Hamburg einen in Südostasien abgepackten Sack Reis oder eine in China hergestellte Decke zu kaufen, um sie dann die 9000 Kilometer nach Japan zu schicken, sei Quatsch. Das Geld werde dem japanischen Roten Kreuz überwiesen. "Dort weiß man am besten, was die Opfer dieser Katastrophe am dringensten brauchen", so DRK-Mitarbeiterin Tatjana Schütz. Die Spenden selbst sind zweckgebunden und werden in die Soforthilfe, aber auch auf längere Zeit, bis zu fünf Jahre, in Wiederaufbaumaßnahmen gesteckt.

Das die DRK-Helfer im Phoenix-Center stehen, hat einen Grund. "Die Zusammenarbeit klappt hervorragend", sagt Krüger. "Man greift uns dort stark unter die Arme und hilft nach Kräften." Gespendet wird vor allem von jüngeren Leuten und von den älteren Leuten. "Die haben oft selbst Katastrophen wie die Sturmflut oder sogar den Krieg miterlebt", so Krüger.

Mit eigenen Teams ist das DRK Harburg, wie auch andere deutsche DRK Einrichtungen, nicht im Katastrophengebiet. "In Japan in das dortige DRK hervorragend aufgestellt", sagt Schütz. Es ist mit 134 Notfallteams mit über 800 Mitarbeitern im Einsatz. 59 Teams davon arbeiten direkt im Katastrophengebiet. Allein in der besonders verwüsteten Hafenstadt Sendai wurden 200 Notunterkünfte errichtet. Das DRK hat außerdem ein medizinisches Team zur Versorgung von Strahlenopfern in Bereitschaft. zv