100606TunnelHarburg - Haft. Das hatte Zana D. (19) nicht erwartet. "Was soll das ?- Unglaublich !",  platze es ihm bei der Urteilsverkündung vor dem Landgericht heraus. Vier Jahre Jugendstrafe soll er wegen versuchten Totschlags verbüßen. Er hatte im Juni

vergangenen Jahres im Fußgängertunnel zwischen Binnenhafen und Lämmertwiete den Behinderten Thorsten L. (43) angegriffen und halbtot geprügelt. Dieser kam vom Binnenhafenfest und war auf dem Nachhauseweg, er lehnte an einem Treppengeländer und wurde ohne Grund von den Tätern angegriffen.

Der Mann, der nach einem Schlaganfall auf dem Weg der Besserung war, wurde so misshandelt, dass er seitdem arbeitsunfähig, auf fremde Hilfe angewiesen ist und unter Angstzuständen leidet. Außerdem ist sein Gesicht durch Tritte entstellt. Mesut S. trat dem, nach einem Faustschlag von seinem Komplizen niederliegenden Opfer, mit voller Wucht auf den Kopf. Zana D. setzte sich auf ihn und schlug mehrfach in das Gesicht von Thorsten L.

Gegen Zana D. wurde in ähnlichen Fällen bereits mehrfach ermittelt, zweimal wurde er bereits vorher verurteilt. Die Behörden stufen ihn mittlerweile als Intensivtäter ein. Beide Täter hatten vor dem Angriff auf Thorsten L. bereits einen Radfahrer in dem Tunnel angegriffen, welcher nur entkam weil ihm Passanten zu Hilfe eilten.

Der Komplize Mesud (18) kam mit einer zweijährigen Jugend-Bewährungsstrafe davon. Er hatte, so die Richterin, "ernsthafte Reue" gezeigt. Zudem hatte er von sich aus Schmerzensgeld angeboten, eine Therapie begonnen und sich mehrfach entschuldigt, was das Opfer auch annahm. Auch das 43-jährige Opfer zeigte sich mit dem Urteil zufrieden. zv

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