HochbunkerWilhelmsburgWilhelmsburg – Die Enthüllung der IBA-Informationssteele durch Bürgermeister Christoph Ahlhaus am Hochbunker an der Neuhöfer Straße dürfte noch zum lockeren Part des ehrgeizigen Projekts „Energiebunker“ gehören. Schon bald, so

kündigt IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg an, werden die Arbeiten an dem aus rund 80.000 Kubikmeter bestehenden Ungetüm beginnen. Der Plan: Im Inneren soll ein 2000 Kubikmeter fassender Wärmespeicher eingebaut werden. Auf den Bunker sollen Sonnenkollektoren gesetzt werden. Ein Blockheizkraftwerk ist geplant. Auch Abwärme der Industrie soll in Energie umgewandelt und gespeichert werden. „Der Energiebunker soll eine einzigartige Verbindung von innovativen Technologien sein“, schwärmt Dr. Michael Beckereit, Geschäftsführer von Hamburg Energie. „So könnte ein 120 Hektar großes Stadtgebiet sicher mit Wärme beliefern und dabei rund 6.600 Tonnen CO2 im Vergleich zur konventionellen Wärmeversorgung vermeiden.“

Das Projekt hat noch zwei Haken. Für die Finanzierung werden EFRE-Mitteln aus Brüssel benötigt. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Sie soll aber in Kürze kommen. Der große Haken: Der so unkaputtbar wirkende Klotz ist in Wirklichkeit so etwas wie ein kariöser Zahn. Innen ist er völlig zerstört. 1947 haben die britischen Besatzer ihn gesprengt. Die meisten Etagen sind zusammengebrochen. Der Bunker selbst gilt als einsturzgefährdet.

Jetzt muss erst einmal der Schutt beseitigt werden. 60.000 Tonnen sind es. Anschließend muss der Bunker stabilisiert werden, damit die Statik wieder stimmt.
Wenn alles klappt, wird der Bunker nicht nur ein Energiepaket sein, das ein rund 120 Hektar großes Stadtgebiet mit Wärme versorgt. Er wird auch eine prima Aussichtsplattform. In 30 Meter Höhe ist ein Café mit Aussichtsplattform geplant. zv