110116SuchhundHeimfeld - Für "Emma" war es kein großes Ding. "Emma" hat Nase. In Windeseile hat die fünf Jahre alte Jack Russel Terrier-Dame gefunden, wonach sie suchen soll. Einen in einem Zimmer versteckten Mensch. "Emma" gehört zur

Rettungshundestaffel Harburg. Die hat den Kontakt von "Emmas" zweibeiniger Partnerin Anette Wiermann genutzt, die Pflegedienstleiterin in der Seniorenwohnanlage Rennkoppel ist. So konnten die Rettungshundestaffel dort in einem dem alten, leerstehenden Gebäude üben.

"Unsere Hunde sind für die Flächensuche und auch die Suche in Gebäuden geeignet, beispielsweise nach Einstürzen" sagt der Leiter der Rettungshundestaffel, Holger Grinnus. Im Gelände, so weiß er, kann ein Suchhund rund 50 Menschen ersetzen. In Gebäuden sind die Hunde schneller. Sie kommen, beispielsweise nach einem Gebäudeeinsturz, auch an Stellen für die der Mensch zu groß ist oder wo es einfach für Menschen zu gefährlich wäre. "Solche Übungen wie jetzt in Heimfeld sind für uns eine wichtige Gelegenheit, um unter möglichst realistischen Bedingungen die Hunde fit für den Einsatz zu machen", sagt Grinnus.

Auch die Hundeführer lernen bei solchen Übungen, wie sich ihr Hund verhält. Die Tiere verfolgen bei ihrer Suche keine Spuren. Sie können den Menschen sehr gut riechen und so finden. Das sich bei der Übung auch mehrere Bewohner der Seniorenwohnanlage als "Vermisste" zur Verfügung gestellt haben, war ein weiterer wichtiger Grund für die Übung. "Alte Menschen riechen anders als junge Menschen", weiß Grinnus. Auch das müssen die Hunde lernen. zv

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