100402ElbphilWilhelmsburg - Die Vollsperrung der Reiherstiegklappbrücke wird länger andauern als ursprünglich geplant. Der extrem frühe Wintereinbruch und Schwierigkeiten beim Bau haben laut Hamburg Port Authority (HPA) zu

dieser erneuten Verzögerung geführt. Voraussichtlich bis Ende Februar werden die Arbeiten noch dauern. Vorausgesetzt ist, dass der Winter nicht für weitere Probleme auf der Baustelle sorgt. Bei niedrigen Temperaturen kann die ausführende Baufirma trotz Winterbaumaßnahmen die Stahlbeton- und Asphaltarbeiten nicht wie geplant umsetzen. Darüber hinaus stellen sich die Wiederherstellungsarbeiten an den Pfeilern der Brücke schwieriger da als geplant, denn bei den  Abbrucharbeiten wurden Bewehrungseisen zerstört.

„Wir sind uns der Probleme für viele Anlieger und Unternehmen bewusst und tun alles dafür, die Arbeiten so schnell wie möglich abzuschließen. Allerdings ist uns wichtig, dass die neue Brücke lange hält und der Bau mit aller Sorgfalt geschieht", so Claudia Flecken, Leiterin des Bereichs Hafeninfrastruktur der Hamburg Port Authority (HPA).

Die HPA erneuert die Reiherstiegklappbrücke an der Neuhöfer Straße. Aufgrund der starken Verkehrsbeanspruchung der letzten Jahre ist nach der Grundinstandsetzung der beiden Vorlandbrücken im Jahr 2008 nun der Ersatz der mittleren Klappe und zum Teil der maschinenbaulichen Anlage erforderlich. Das rund 46 Meter lange und fast 15 Meter breite Brückenelement wurde in den Niederlanden gefertigt und dann mit dem Schiff nach Hamburg gebracht. Ende September hatte ein Schwimmkran das 265 Tonnen schwere Mittelteil eingehoben. Die HPA investiert rund 3,8 Millionen Euro in diese Maßnahme.

Die Verkehrsumleitung erfolgt weiterhin über den Reiherstieg-Hauptdeich, die Straßen "Bei der Wollkämmerei, Schmidts Breite, Pollhorner Hauptdeich, Hohe-Schaar-Straße, Rethedamm" und "Neuhöfer Damm". Die Umleitung wird als U 20 ausgeschildert. Auf diese Strecke werden ebenfalls die Buslinien 151, 152 und 252 umgeleitet. zv