101125GloriaDBinnenhafen - Der Schrottdampfer Gloria D, der seit Jahren im vor der Schlossinsel vor sich hinrostet, kann für Harburg teuer werden. Das befürchtet Sören Schumacher, Bürgerschaftsabgeordneter

der SPD. Er geht davon aus, dass niemand mehr das Schiff abholen oder beseitigen wird und der Steuerzahler für die Kosten aufkommen muss.

 

Auf seine Kleine Anfrage wurde Schumacher mitgeteilt, dass es bereits einen vergleichbaren "Kummer-Dampfer" im Hamburger Hafen gegegeben hatte. "In dem Fall musste die öffentliche Hand 250.000 Euro berappen, da der Eigner nicht zu ermitteln war oder nicht zahlen konnte", sagt Schumacher.

Im Fall der Gloria D, gebe es einige Ungereimtheiten, die nichts Gutes erahnen ließen. So bedarf ein Schiff, das als 'Lieger', also für längere Zeit im Hafen festmachen will, laut Senat einer wasserrechtlichen Genehmigung. „Für die Gloria D allerdings“, so Schumacher, "wurde nie eine derartige Genehmigung beantragt.“ Stattdessen wurde mit verschiedenen wasserpolizeilichen Maßnahmen versucht, den Eigner des Schiffes zu dessen Beseitigung zu veranlassen. Zuletzt durch eine Ordnungswidrigkeitsanzeige im Oktober 2006. Schumacher: “Man fasst es nicht. Das ist jetzt mehr als vier Jahre her. Und der Senat teilt mir mit, die Überlegungen zu weiteren Schritten seien noch nicht abgeschlossen."

Er hat einen Verdacht. Der Senat wartet ab bis die wasserrechtliche Zuständigkeit auf den Bezirk übertragen wurde. Dann kann der für die Entsorgung der Gloria D aufkommen. zv

 

hier zu den vorherigen Artikeln in gleicher Sache :

http://harburg-aktuell.de/news/vermischtes/1797-die-qgloria-dq-rostet-weiter-und-wird-zum-problem-nun-droht-eine-zwangsverschrottung-.html

http://harburg-aktuell.de/news/vermischtes/1185-qgloria-dq-duempelt-weiter-im-binnenhafen.html

http://harburg-aktuell.de/news/polizei-und-feuerwehr/891-feuerwehr-musste-qgloria-dq-einfangen.html