AlterFriedof1Harburg - Für Bello und Co. ist es vorbei mit dem Herumtollen. Zumindest auf dem Alten Friedhof an der Bremer Straße. Die Verwaltung hat eine allgemeine Anleinpflicht eingeführt. Deutlich sichtbar stehen jetzt an

den Zugängen entsprechende Schilder. Die Pflicht gilt laut Petra Schulz vom Bezirksamt auch für Hunde mit abgelegter Gehorsamkeitsprüfung und Hundehalter mit Hundeführerschein.

"Die Neuregelung wurde erforderlich, da sich in letzter Zeit Beschwerden an das Bezirksamt Harburg häuften" so Schulz. "Viele Parkbesucher fühlen sich vermehrt durch frei herumlaufende Hunde gestört und bedroht, sodass sie die Parkanlage aus Angst nicht mehr betreten. Darüber hinaus wird die Standsicherheit wertvoller Grabanlagen durch freilaufende Hunde gefährdet, da sie die zahlreichen Kaninchenbauten auf dem Alten Friedhof nachgraben."

Dazu kamen die vielen braunen Haufen der Tiere, die deren Besitzer dort liegen ließen. Jetzt sind dort Spenderboxen für Gassibeutel aufgestellt worden.

Der Alte Friedhof, auf dem bis in die 60er Jahre noch Harburger Bürger bestattet wurden, liegt im Zentrum Harburgs, direkt an der St. Johannis-Kirche. Die gesamte Anlage zwischen der Maretstraße, der Baererstraße und der Harmsstraße ist ein ausgewiesenes Gartendenkmal. Viele noch erhaltene Grabmale zeugen von der Harburger Geschichte und von berühmten Harburger Persönlichkeiten der vergangenen zwei Jahrhunderte.

Die Bedeutung des Alten Friedhofes liegt sowohl in seinen historisch wertvollen Grabstätten als auch in seiner Beschaffenheit als innerstädtische öffentliche Grün- und Erholungsanlage. Der Verein Alter Friedhof e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bedeutung des Alten Friedhofes für den Bezirk Harburg hervorzuheben sowie die Sanierung und Restaurierung der Denkmäler sicher zu stellen. Mit Unterstützung des Helms-Museums wird in diesem Zusammenhang anhand einzelner Grabdenkmäler die Geschichte Harburgs dokumentiert und erlebbar gemacht. zv