101005planumsverbesserungsmaschine2 Harburg- Passanten, die derzeit die Fußgängerbrücke an der Buxtehude-Straße überqueren, steht der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Ein Zusammenzucken und dann die Frage: Was war das? Für solche Reaktionen sorgen laute und nervtötende Signalhörner

am Bahngleis der Strecke Harburg- Cuxhaven. Diese sollen die Arbeiter vor heraneilenden Zügen warnen. Denn zwischen dem Bahnhof Harburg und Harburg-Unterelbe werden Gleisarbeiten vorgenommen.  Doch für Verwunderung und Aufmerksamkeit sorgt nicht nur das laute Tuten. Denn dort, wo sonst Güterzüge vorbeirattern, befindet sich jetzt ein gelbes Eisenbahngerät, dass wie ein Koloss auf Schienen aussieht. Die sogenannte "Planumsverbesserungsmaschine".  Sie misst gigantische 1,2 Kilometer.

Vor einigen Tagen wurden Gleise und Schwellen unter der Leitung der Baugesellschaft "Swietelsky" ausgewechselt. Aber auch der Schotter musste erneuert werden. Hiermit wurde die Firma "eurailpool" beauftragt. Die Maschine ist auf die bearbeitung von Gleisschotter spezialisiert. Das Arbeitsgerät hat die Möglichkeit, den durch verschiedenste Siebe vorgereinigten Schotter zu waschen. Anschließend wird das recycelte Gestein neu verlegt. Die Planumsverbessrungsmaschine schafft beachtliche 25 Meter pro Stunde.

Die Funktion des Schotters besteht darin, das Gleis und alle anderen Schienenteile zusammenzuhalten. Mit der Zeit nutzt sich das Gestein ab und veliert seine Ursprungsform. Der Projektleiter von Swietalsky Lev Bachmann erklärt: "Der neue Schotter hat scharfe Kanten und kann sich verzahnen. So erhält das Gleis seine Festigkeit und Stabilität."

Im schlimmsten Falle könnten die Schienen nachgeben und der Zug entgleisen. "Aber genau deshalb jetzt die Instandsetzung", so Bergmann.  Doch bevor der frische Schotter ausgelegt werden konnte, musste der Boden den gegenwärtigen Bedingungen angepasst werden. Bergann sagt: " Wir haben den Erdboden auf die alltäglichen Belastungen abgestimmt. Der neue Untergrund hat jetzt genügend Tragfestigkeit." Die Arbeiten dauern vorraussichtlich noch bis zum 8. Oktober an, die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,7 Millionen Euro. (pw)

 

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