100923pilz2 Harburg-Die Pilzsaison boomt. Gerade die Harburger Berge sind ein Pilzparadies. Derzeit lockt der Wald rund um Hausbruch und Eißendorf zahlreiche Sammler. Denn: sie sind lecker und dazu noch richtig frisch. Die Kehrseite der Medaille: Viele sind hoch giftig und

und gefährlich.Und so sollte man sich unbedingt mit Risiken und Regeln auseinanderzusetzen, ansonsten kann der Pilz schnell zum Spielverderber werden. 

Der Verzehr eines giftigen Pilzes kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Andreas Scharper, Leiter der Giftzentrale Nord sagt: "In der Hochsaison erhalten wir 10 bis 20 Anrufe wegen Pilzvergiftungen pro Tag. Bei einer Vergiftung können Leber und Niere schwer angegriffen und nachhaltig geschädigt werden." Bei  Verdacht auf eine Vergiftung sollte man schnell einen Arzt aufsuchen. Und am besten den Pilz mitbríngen." Außerdem sagt er: "Mögliche Symptome können Bauchschmerzen sein."

Und Revierförster Guido Hollmichel warnt vor den Unterschieden zwischen Gut und Böse der Pilze: "Es ist absolut wichtig, dass man sich über die Pilze informiert, sollte man sich nicht sicher sein- Finger weg!"

 

Für das Pilzesammeln gibt es zudem einige Regeln. "So ist das Sammeln von Pilzen unter anderem in Naturschutzgebieten untersagt", so Hollmichel. Davon betroffen ist zum Beispiel die Fischbecker Heide. Außerdem findet zurzeit der Holzeinschlag in den Wäldern statt, überall wo eine dementsprechende Makierung ist, ist das Gebiet nicht zu betreten.

Expertentipps hat der Förster auch noch parat. "Zum Transportieren sollte man keine Plastiktüten nehmen. Die Pilze werden schnell zerquetscht und haben wenig Luft. Der klassische alte Korb ist ideal." Auch das Abknicken oder gar Rausreissen ist unprofessionell. Zu empfehlen ist das saubere Abtrennen mit einem Messer. Des weiteren appelliert Hollmichel an die Vernunft der Waldbesucher, Einstände oder Dickungen nicht zu betreten. "Diese Teile sind Ruheräume  der Tiere."

Ganz besonders gute Pilzregionen auszumachen ist schwer, eigentlich ist er überall vertreten. Der heimische Pilz fühlt sich insbesondere in Nadelwäldern pudelwohl. Aber auch in Laub und Mischkulturen zeigt er sich in seiner ganzen Pracht. Es empfiehlt sich nicht zu lange zu warten, denn: Das Wetter ist gut und die Konkurrenz der Pilzsammler groß.  (pw)