Harburg - Schweres Gerät kommt jetzt am Ehestorfer Weg zum Einsatz: An der Baustelle zum Ausbau der Straße haben am Montag Morgen im gesperrten

Abschnitt zwischen Hainholzweg und Autobahnbrücke die Baumfällarbeiten begonnen. Sobald ein Baum gefällt wurde, rückt ein riesiger Schredder an, der Holz und Äste der teilweise viele Jahrzehnte alten Bäume zu Kleinholz verarbeitet.

"Da blutet einem schon das Herz", sagt Anwohner Franz-Peter Ohl, und fügt hinzu: "Jetzt verliert die Straße endgültig ihren ursprünglichen Charakter." Insgesamt sollen laut Ohl rund 45 große und kleine Bäume gefällt werden. Einige sind bereits im Zuge der vorbereitenden Baumaßnahmen im Frühjahr gefällt worden.

Gemeinsam mit vielen anderen Anwohnern hatte er gegen die Fällungen und die Verbreiterung der Straße angekämpft - jedoch ohne Erfolg. Seit 5. Juli laufen wie berichtet die Arbeiten zur sogenannten "Endgültigen Herstellung" des Ehestorfer Wegs, die bis zum 3. November abgeschlossen sein sollen. Die Anwohner befürchten, das die Straße nach dem Ausbau eine "Rennstrecke" werden wird. Außerdem wird ein Fahrradstreifen auf der Straße angelegt, obwohl es in dem Waldstreifen am Ehestorfer Weg einen Radweg gibt.

Die Anwohner wollten die Baumfällungen, damit die Straße für die Fahrradschutzstreifen verbreitert werden kann, verhindern und kritisieren die Nichtbeachtung einer vorhandenen Planung von 1979 durch das LSBG, mit Hilfe derer der Waldweg als Geh- Fahrradweg ertüchtigt werden könnte und somit auf die Fahrradschutzstreifen verzichtet werden kann.  (cb)

Direkt vor Ort verschwinden die Äste und Stämme in einigen riesigen Schredder. Foto: Christian Bittcher