Razzia

Wilhelmsburg - Großeinsatz der Polizei in Wilhelmsburg am Mittwoch Vormittag: An gleich zwei Orten wurden Razzien durchgeführt. Am Perlstieg richtete

sich der Einsatz von Bundespolizei und Zoll auf der Baustelle der dortigen Schule gegen Schwarzarbeit und Schleusung. An der Neuhöfer Straße wurde zudem ein Tonstudio der Gangsta Rapper von "187 Strassenbande" durchsucht.

Bereits seit zwei Jahren läuft das Ermittlungsverfahren gegen eine Baufirma aus Bremerhaven, die illegal Arbeiter aus Osteuropa im großen Stil eingeschleust und beschäftigt hat. Dabei sollen Sozialleistungen in Millionenhöhe unterschlagen worden sein. Zudem lebten die Arbeiter in überteuerten Unterkünften. Im Visier der Fahnder ist unter anderem der 36-jährige Chef des Unternehmens.

Die Arbeiter wurden mit gefälschten Papieren ausgestattet, die die Rechtmäßigkeit der Arbeitsverhältnisse vortäuschen sollten. Die Durchsuchungen fanden in mehreren Bundesländern statt. Insgesamt wurden 48 Objekte von 850 Beamten durchsucht. Brisant: Auch auf der städtischen Baustelle des Wilhelmsburger Schulneubaus am Perlstieg waren illegal beschäftigte Arbeiter im Einsatz. Mehre Personen wurden von der Polizei abgeführt.

Fast Zeitgleich durchsuchten Beamte des Landeskriminalamts ein Tonstudio an der Neuhöfer Straße. Der Grund: Mitglieder der "187 Strassenbande"  posierten auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken mit Waffen und Drogen. Die Polizei unter Leitung des LKA durchsuchte in verschiedenen Hamburger Stadtteilen mehrere Objekte der Band. Es geht unter anderem um Drogen und Verstöße gegen das Waffengesetz.

Die Gruppe "187 Strassenbande" hatte im vorigen Jahr den bekannten Hamburger Musikpreis Hans in der Kategorie "Künstler des Jahres" gewonnen. Mitglieder der Gruppe waren in der Vergangenheit immer wieder mit der Polizei aneinandergeraten.  (zv/cb)