Bagger

Harburg - Jetzt schlägt die Stunde der Abrissbagger an der Hannoverschen Brücke: Stück für Stück "beißen" sich drei  Bagger mit ihren tonnenschweren

Spezialzangen (kleines Foto) durch die Betonbrücke an der Hannoverschen Straße. Am Sonnabend haben die Abrissarbeiten der 1957 gebauten Hannoverschen Brücke begonnen.

Und das Zeitfenster für den ersten Abschnitt der Arbeiten ist eng: Nur 55 Stunden dauert die Gleisvollsperrung. Montagmorgen um 5 Uhr sollen auf den beiden Gleisen Richtung Cuxhaven wieder die Züge rollen. Dann muss der erste Teil der Brücke verschwunden und der Schutt abtransportiert sein. Unter lautem Getöse und mit viel Staub zerlegen die drei Bagger des Abbruchunternehmens Wilko Wagner die in die Jahre gekommene Konstruktion. Zwei Bagger arbeiten an der Brücke, ein weiterer kümmert sich um das Brückenwiderlager.

Seit Freitagabend fahren hier keine Züge mehr. Die Oberleitungen wurden in der Nacht entfernt und die Gleise mit Flies, Bohlen und Sand abgedeckt, damit sie nicht beschädigt werden. Pünktlich um 10 Uhr konnte mit dem Abriss begonnen werden. "Wir sind voll im Zeitplan. Es hat alles gut geklappt", sagte einer der Bauleiter am Sonnabend gegenüber Harburg-aktuell.

Um die Harburger Innenstadt ein wenig gegen Lärm und Staub zu schützen, wurde aus 18 Containern eine Art Lärmschutzwall (kleines Foto) errichtet. In der kommenden Woche geht der Abriss mit dem Rest der Brücke weiter.

Wie mehrfach berichtet muss die Hannoversche Brücke durch einen Neubau ersetzt werden. Die Brücke weist starke Schäden an den Spanngliedern auf, so dass in den letzten zwei Jahren nur noch PKW die Brücke befahren konnten. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) investiert in den Abriss und den Neubau rund 12,6 Millionen Euro. Mitte Mai 2019 soll die neue Brücke für den Verkehr freigegeben werden.  (cb)

Die Gleise wurdne mit Flies, Bohlen und Sand abgedeckt, damit sie nicht beschädigt werden. Foto: Christian Bittcher

Lautes Getöse unter der Brücke: Die Abrissarbeiten der Hannoverschen Brücke sind in vollem Gange. Foto: Christian Bittcher