Harburg - Wintereinbruch in Harburg: Der heftige Schneefall am Donnerstag Vormittag verwandelte die Haupt- und Nebenstraßen in Harburg in gefährliche

Rutschbahnen. Teilweise kam der Verkehr zum Erliegen. Die Stadtreinigung hatte zwar präventiv gestreut, aber angesichts des starken Schneefall verpuffte die Wirkung des Streuguts. Schuld an dem Schnee-Chaos ist Sturmtief Friederike, das derzeit fast in ganz Deutschland für Behinderungen sorgt.

An vielen Stellen in Harburg gab es massive Verkehrsprobleme. Teilweise ging es nur noch im Schneckentempo voran. Vor allem an den Steigungen hatten LkW und Busse Probleme voranzukommen. Knackpunkt war die Steigung der Auffahrt Harburg, zur Wilhelmsburger Reichsstraße oder die Steigung der B73 in Höhe Marktkauf. Dort blockierten die LKW den Verkehr, weil sie nicht mehr vorwärts kamen. Auf der Stader Straße Höhe Krankenhaus Mariahilf stellte sich ein Lastwagen quer. Dabei rutschte er gegen eine Ampel. Die Feuerwehr musste mit einem Rüstwagen anrücken, um den Lastzug weggezogen zu können. Die B73 war deswegen zeitweise voll gesperrt. Es kam zu erheblichen Behinderungen.

Auch in der Harburger Innenstadt und auf dem Harburger Ring wurden die Autofahrer auf eine Geduldsprobe gestellt, da es kaum vorwärts ging. Viele Autofahrer waren noch mit Sommerreifen unterwegs und bekamen nun die Quittung. "Wir haben noch Glück im Unglück gehabt, denn der Berufsverkehr war schon zum größten Teil vorbei, als der Schnee liegenblieb", sagte ein Polizist der Verkehrsleitzentrale gegenüber harburg-aktuell.

An vielen Stellen blockierten zudem abgebrochene Äste oder umgestürzte Bäume, Fahrbahnen und Fußwege. Am Achterkamp in Rönneburg musste die Feuerwehr einen in die Fahrbahn ragenden Baum beseitigen. In Heimfeld waren wie am Eißendorfer Pferdeweg Ecke Heimfelder Straße gleich an mehreren Stellen große Äste abgebrochen. Dort waren Gehwege gesperrt.

Auch im Landkreis Harburg hatten die Feuerwehren wegen des Schnefalls alle Hände voll, zu tun. In Stelle geriet ein Müllwagen auf eisglatten Straße außer Kontrolle. Er kippte einen kleinen Deich hinunter und blieb auf der Seite liegen. Die drei Insassen hatten Glück. Sie blieben unverletzt. Die Feuerwehr, zunächst alarmiert, weil eingeklemmte Verletzte befürchtet wurden, pumpte den Kraftstoff aus dem Fahrzeug ab.  Ansonsten wurde die Wehren alarmiert, weil große Äste abgebrochen oder Bäume unter der Last des pappig-nassen Schnees umgestürzt waren.  (zv/cb)