RT 28

Harburg - Die Armut in Rumänien und Moldawien ist groß. Darunter leiden vor allem die Kinder. Der Weihnachtspäckchen-Konvoi von Round Table

kann das Problem nicht ändern, aber lindern. Um Kindern eine Freude zu Weihnachten zu machen, haben sich die Mitglieder des Round Table 28 Hamburg-Harburg - wie berichtet - gemeinsam mit befreundeten Clubs aus dem Landkreis Harburg 7000 Weihnachtspäckchen gepackt.

Der 40-jährige Past-Präsident Timor Buchhorn aus Lindhorst und sein 36-jähriger Kollege Florian Clever aus Harburg haben den aus unzähligen Fahrzeugen und 230 ehrenamtlichen Helfern bestehenden Konvoi begleitet und an die Kinder Geschenke verteilt. In der „Welt der Armut“ zauberten sie ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder und wurden zeitgleich mit erschreckender Armut konfrontiert.

„Wir verteilten Tausende von Geschenken an Kinder, teilweise in Waisenhäusern, Behinderteneinrichtungen, Schulen, Kindergärten und auch zu Hause“, so Buchhorn. „Besonders beeindruckt hat mich ein geistig behinderter Junge, der mich ganz fest umarmt hat und nicht mehr loslassen wollte. In dieser Umarmung war so viel Liebe zu spüren.“ Es sei ein unbeschreiblich tolles Gefühl, in die dankbaren, leuchtenden Kinderaugen zu schauen.

Bereits seit 2001 organisiert Round Table in der Weihnachtszeit den Geschenke-Konvoi. Seit Jahren geschieht dies in enger Kooperation mit Ladies Circle, Tangent Club und Old Tablers - und seit Jahren steigt die Anzahl der Päckchen. „Ich bin immer noch sehr bewegt, wenn ich an die vergangenen Wochen denke“, so Florian Clever, der wie Buchhorn zum ersten Mal an dem Konvoi teilnahm. „Ich wollte nicht nur die Pakete einsammeln, sondern sehen, wer sie später bekommt.“

Während Buchhorn nach Rumänien fuhr, verteilte Clever in Moldawien Geschenke. Jeden Morgen teilten sich die Helfer auf und besuchten kleine Dörfer, wo die Tabler - unterstützt von lokalen Hilfsorganisationen - die Geschenke in Kindergärten und Schulen verteilten.

„Eine Situation wird mir im Gedächtnis bleiben“, sagt Clever. „Wir waren gerade damit fertig, knapp 600 Pakete zu verteilen. Plötzlich war da ein kleines Mädchen, das noch kein Geschenk bekommen hatte. Aber wir hatten keines mehr. Das Mädchen begann zu weinen. Zum Glück fand jemand von uns noch ein Päckchen und lief dem Mädchen hinterher. Das Kind fiel der Frau mit strahlenden Augen um den Hals.“

Einige Tage später ging es wieder zurück nach Deutschland. Im Gepäck unglaublich viele Eindrücke. „Ich bin mir bewusst, dass wir die Welt dort nicht ändern können. Jedoch schenken wir den Kindern ein paar schöne Momente“, sagt Buchhorn. (cb)

In der „Welt der Armut“ zauberten sie ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder und wurden zeitgleich mit erschreckender Armut konfrontiert. Foto: privat