Neue Schilder: An den Ortseingängen Harburgs prangen die frischen Hinweise. Foto: jojoHarburg - Die "Murksschilder", die die Stadtteilgrenzen markieren, sind absichtlich falsch aufgestellt worden. Das ergab die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Sören Schumacher (SPD).

"Bei der Aufstellung der neuen Stadtteilschilder in Harburg hat es laut Auskunft des Senats keinerlei Fehler gegeben", sagt Schumacher. Dass sie teilweise weit ab der tatsächlich verlaufenden Stadtteilgrenzen stehen, ist gewollt. "Laut Auskunft des Senats wurden einige Schilder nicht auf die Stadtteilgrenze gestellt, damit sie von den Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden können", so Schumacher. Kaum zu glauben: Denn in Neugraben sind die Schilder, die die Grenze Hausbruchs rund einen Kilometer zu weit westlich anzeigten, bereits wieder abgebaut worden.

An anderer Stelle stehen sie weiter falsch. Welchen Sinn es macht 8000 Euro Steuergelder auszugeben, um auf einen Stadtteil hinzuweisen, in dem man sich nicht befindet, bleibt Senatsgeheimnis. "Ich finde das, ehrlich gesagt, alles ein bisschen verwirrend", meint Schumacher. "Für mich zeigt das sehr deutlich, dass diese Schilder ein Schnickschnack sind." zv

Und hier kann man sich die mit System falsch aufgestellten Schilder anschauen:
Vogteistraße 79,
Großmoordamm / Fünfhausener Straße,
Neuländer Straße/AS Harburg,
Hannoversche Straße/Neuländer Straße,
Heimfelder Straße/Triftstraße,
Ehestorfer Weg / Beerentaltrift,
Stader Straße/Försterkamp,
Neuwiedenthaler Straße/Francoper Straße,
Cuxhavener Straße/Kleinfeld,
Falkenbergsweg/Friedhof,
Stader Straße/BAB AS Heimfeld