Harburg - Auf Hamburgs größtem Schul-Neubau-Projekt ist am Dienstag Nachmittag das Richtfest gefeiert worden: Am Hanhoopsfeld entsteht

derzeit der Neubau einer modernen Stadtteilschule für 1.200 Schüler. Mehr als 300 Gäste waren bei diesem großen Richtfest dabei. Der Neubau ist mit rund 45 Millionen Euro Kosten das derzeit größte Bauprojekt für eine allgemeinbildende Schule in Hamburg.

Die Lessing-Stadtteilschule erhält neben zwei neuen Klassengebäuden ein Fachklassengebäude, eine Dreifeld-Sporthalle sowie eine gemeinsam mit dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium genutztes Multifunktionsgebäude. Das Gymnasium hat einen Neubau für zwölf Klassen erhalten, welcher bereits seit den Herbstferien in Nutzung genommen wurde.

Eigentlich wollte auch Hamburgs Schulsenator Ties Rabe, der vor genau einem Jahr bereits den Grundstein legte, dabei sein. Doch der musste terminbedingt absagen und schickte dafür seinen Staatsrat Rainer Schulz (Foto rechts) nach Harburg.

Der lobte nicht nur den hervorragenden Bildungsstandort, der in Harburg entsteht. "Hier werden zwei Bildungsstandorte mit großen Namensgebern an einem Standort vereint", sagte der Staatsrat in seiner Begrüßungsrede. Weitere Redner des Richtfestes, das in der zukünftigen Mehrzweckhalle gefeiert wurde waren die beiden Schulleiter Sabine Hansen (AvH) und Rudolf-Helmut Kauer (Lessing STS).

Großes Lob für den Neubau, an dessen Realisierung 60 Gewerke beteiligt sind, gab es auch von Ewald Rowohlt, dem Geschäftsführer von Gebäudemanagement Hamburg (GMH), das dieses Projekt entwickelt und realisiert hat: "So sieht Schulbau im 21. Jahrhundert aus", sagte Rowohlt.

Auf dem Gelände am Hanhoopsfeld entstehen mehrere freistehende Einzelgebäude, die für einen lebendigen Campus und mehrere Plätzen und Freiräume sorgen sollen. Die differenzierten Außenräume schaffen Vielfalt und bieten für unterschiedliche Jahrgangsstufen individuelle und gemeinschaftliche Bereiche.

Das zentral angeordnete Multifunktionsgebäude dient beiden Schulen als multifunktional nutzbares Pausengebäude und enthält einen großen Raum zur Nutzung als Mensa oder Aula, eine Produktionsküche sowie Unterrichtsräume für Kunst, Musik und Theater. Das Gebäude passt sich dem hügeligen Gelände an und bietet beiden Schulen einen Zugang auf einer jeweils versetzten Ebene.

Im Anschluss an das Richtfest und dem traditionellen Richtschmaus - es gab verschiedene Suppen - wurden Führungen durch den Neubau angeboten. Die Fertigstellung ist für September 2018 geplant.  (cb)

So wird es einmal aussehen: das Multifunktionsgebäude dient beiden Schulen als Pausengebäude und enthält einen großen Raum zur Nutzung als Mensa oder Aula. Foto: ALLESWIRDGUT ARCHITEKTUR ZT GMBH