Harburg – Wie die schiefe Zipfelmütze des Weihnachtsmann biegt sich der Turm der Dreifaltigkeitskirche auf dem Stadtrelief, das Harburg um 1670 zeigt, zur Seite.

Offenbar ist er mutwillig beschädigt worden. Es gehörte schon ordentlich Kraft dazu, die Turmspitze der Bronze-Plastik in diese Position zu bringen.

Das Relief der Künstlerin Ulla Falter-Baumgarten steht seit Frühjahr 2016 im Innenhof des Rathausforums. Das mit Steinsockel 2,1 Tonnen schwere Kunstwerk zeigt ein damals ein überschaubares Harburg mit dem Schloss, den typischen Wehranlagen, der Harburger Schloßstraße, dem Schloßmühlendamm, die Lämmertwiete und die Neue Straße, wo auch die Dreifaltigkeitskirche stand. Die Kirche wurde 1650 bis 1652 als Ersatz für die Marienkirche gebaut. Die war kurz vorher, wie zahlreiche Häuser, für die neuen Wehranlagen abgerissen wurde. 1944 zerstörten Bomben die Dreifaltigkeitskirche. Heute steht nur noch ein Mauerstück mit der Christus-Figur als Mahnmal. zv