Großsteingrab

Langenrehm - Archäologen und freiwillige Helfer des Harburger Museums haben in Lengenrehm im Landkreis Harburg ein 5200 Jahre altes

Großsteingrab aus einem 80 Jahre währenden Dornröschenschlaf geweckt. Nach mehreren Monaten Arbeit ist es nun vollbracht: Das Grab ist wieder hergerichtet, Informationstafel und Wegweiser wurden ebenso wie eine Bank zum verweilen in der schönen Landschaft am Fuße des Fernsehturms von Langenrehm aufgestellt.

Am Dienstagmorgen stellte Dr. Jochen Brandt, Archäologe des Landkreises Harburg, gemeinsam mit Christiane Vogt vom Landkreis Harburg, und Dörte Chors, Vorsitzende des Regionalparks Rosengarten, die wieder zum Leben erweckte "Kulturhistorische Perle" der Öffentlichkeit vor. "Das Grab liegt direkt am Heidschnuckenweg und ist eingebettet in eine spannende Landschaft mit Gräbern, einer Wüstung (aufgegebenes Dorf) und dem unweit entfernten Fürstengrab-Denkmal", sagte Jochen Brandt, und betonte: "Der Weg hierher lohnt sich auf jeden Fall."

Der hohe Stellenwert dieser Grabstätte wird auch durch die Tatsache unterstrichen, das ein Studenten-Team der HafenCity Universität unter der Leitung von Professor Thomas P. Kersten eine 3D-Aufnahme dieser Grabstätte anfertigen wird.

Das im Laufe der Jahrhunderte durch Steinsucher zerstörte Grab - sie zerschlugen die Findlinge und verarbeiteten sie zu Baumaterial - wurde in den 1930er Jahren vom Archäologischen Museum in Harburg ausgegraben. Nach der Ausgrabung, bei der zahlreiche Funde der Jungsteinzeit geborgen wurden, restaurierte das Museum das Grab, soweit es noch möglich war.

Danach fiel es allerdings in einen gut 80 Jahre währenden Dornröschenschlaf. Es wucherte in einem Knick zu und war nicht mehr als solches zu erkennen. Das Grab ist eines der herausragenden archäologischen Denkmale im Regionalpark Rosengarten und wurde jetzt von der Ehrenamtlichengruppe des Archäologischen Museums Hamburg wieder hergerichtet.

In diesem Zuge wurde durch die Gemeinde am Grab eine Sitzbank erneuert und am ganz in der Nähe verlaufenden Heidschnuckenweg ein Hinweisschild angebracht. So ist am Rande Langenrehms ein kleiner Rastplatz entstanden, an dem man sowohl die heutige Landschaft als auch das Erbe der Steinzeit auf sich wirken lassen kann. (cb)

Bei der Ausgrabung in den 30er-Jahren wurden zahlreiche Funde der Jungsteinzeit geborgen. Foto: Christian Bittcher

Ein Studenten-Team der HafenCity Universität fertigt eine 3D-Aufnahme dieser Grabstätte an. Foto: Christian Bittcher