Harburg – Mikroapartments sind der heißeste Trend auf dem Wohnungsmarkt: kleine Ein-Zimmer-Buden ab 17 Quadratmetern, Duschbad, möglichst möbliert und eine

Miete um die 300 Euro. Ideal für Studenten, Auszubildende oder Singles, die meist virtuell unterwegs sind und in der realen Welt nicht viel Platz brauchen.

Im Wohnhaus, das das marode Harburg-Center am Harburger Ring ersetzen soll, sind Mikroapartments geplant – und jetzt auch in den Verwaltungsgebäuden an der Knoopstraße (Hausnummern 35 bis 37)

Noch sind dort einige Abteilungen des Bezirksamts wie das Katasteramt untergebracht, doch die sollen bis spätestens 2018 ausziehen. Die meisten Mitarbeiter ziehen in das neue Rathausforum um. Die Lindhorst-Gruppe („Wir machen Landwirtschaft, Immobilien und Altenpflege) aus Winsen an der Aller hatte die Bürogebäude schon vor gut zwei Jahren gekauft, in wenigen Monaten kann Architektin Annika Heisen vom Hamburger Architekenbüro SKAI loslegen. Einen positiven Bauvorbescheid hat sie schon seit 2015. Im Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung hat sie jetzt ihre Ideen für den Umbau vorgestellt.

„Wir sind in der Grundrissgestaltung für die Wohnungen völlig frei“, sagt Annika Heisen. Die Statik lasse das zu. Sie plant 108 Apartments , dazu im Erdgeschoss des höheren Gebäudes einen Raum für Begegnungen und nebenan im anderen Gebäuden einen Fahrradraum mit 111 Fahrradstellplätzen.

Eine Idee ließ die Augen von Ralf-Dieter Fischer, Vorsitzender des Harburger Kulturausschusses, leuchten: Die Metallskulptur „Begegnung“, die einst hoch an den Harburger Arcaden angebracht, später dann aber aus Sicherheitsgründen abmontiert worden war, könnte einen Platz am neuen Apartmenthaus finden. ag