Harburg – Das Fachamt „Management des öffentlichen Raums“ hat zum Jahresende wieder seine Liste mit jenen Bäumen vorgelegt, die bis Frühjahr 2018 gefällt

werden sollen. Und schon jetzt ist klar: Die Liste wird für Aufregung sorgen. Denn insgesamt sollen 299 Bäume gefällt werden – davon 95 Bäume in Grünanalgen, 66 an Straßen, 63 an Gewässern, 36 auf Spielplätzen, 29 in Kleingärten und zehn auf Friedhöfen.

Die dicksten Dinger: eine Zitterpappel mit Sturmschaden im Gartenbauverein der Eisenbahner e.V. am Wohlersstieg in Neuland mit einem Stammdurchmesser von 141 Zentimetern, eine teilweise abgestorbene Berliner Lorbeerpappel am Moorburger Ring in Hausbruch (122 cm) und eine Bruchweide im Kleingartenverein An der Eiche in Rönneburg (121 cm). Hier soll der Bestand gepflegt werden.

Leider sind in den meisten Fällen keine Nachpflanzungen geplant, nur in rund einem Zehntel aller Fälle wird ein Ersatz empfohlen, in einem Fall wurde er angeordnet.

Die CDU-Fraktion will das nicht hinnehmen und stellt für die nächste Sitzung der Bezirksversammlung den Antrag, ab sofort jeden gefällten Baum zu ersetzen – sofern Fachleute dies empfehlen. Außerdem sollen künftig Bäume erst dann gefällt werden, wenn die Nachpflanzungen gesichert sind. Schließlich soll auch ausreichend Geld bereitgestellt werden. ag