Harburg - Nun gilt es, das Alkoholverbot auf dem Harburger Rathausplatz. Am Mittwochmorgen rückten Mitarbeiter des Bauhofes an und

stellten die neuen Schilder auf. Eine Woche lang soll jetzt "Schonzeit" für die Trinkerszene sein. Danach gibt es "Trinker-Knöllchen" bei dort unerlaubten Alkoholkonsum. Zuständig werden das Bezirksamt sein, dessen Ordnungskräfte extra von Mitarbeitern eines Wachdienst unterstützt werden sollen, um die nötige Durchsetzungskraft auch gegenüber rabiaten Zeitgenossen aus der Trinkerszene zu haben. Auch die Polizei ist mit von der Partie, um das neue Alkoholverbot durchzusetzen.

Das scheint, so machte es am Mittwochnachmittag den Eindruck, eher nicht nötig zu sein. Der Rathausplatz und die angrenzende Museumsmeile waren zwar bei bestem Wetter für einen kurzen stopp auf einer der zahlreichen Bänke gut frequentiert. Die sonst üblichen, den Platz dominierenden Gruppen der Trinkerszene fehlten aber. Zuvor hatten Mitarbeiter des Bezirksamt Personen, die dort trotz der Schilder Alkohol konsumierten, auf das Verbot hingewiesen. Ob aus dem im Sinne des Verbots guten Start ein guter Dauerzustand wird, bleibt abzuwarten.

Die Politik hatte das Thema lange und hitzig diskutiert und über Jahre immer wieder vor sich hergeschoben. Alle Maßnahmen, die man auf dem sozialen Sektor durchführte, um das Problem in den Griff zu bekommen, scheiterten. Gegen das Alkoholverbot auf dem Rathausplatz waren dennoch bis zuletzt die FDP, die Grünen und die Linke. Die Große Koalition aus SPD und CDU hat es durchgesetzt. zv